Kreuzfahrtschiff
Bergung der „Costa Concordia“ geht in entscheidende Phase

Mit dem Montagfrüh begonnenen Aufschwimmen der „Costa Concordia“ geht die Bergung des havarierten Schiffes in die entscheidende Phase. Es ist ein kompliziertes Unterfangen - und ein bislang einzigartiges Projekt.
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GiglioMit dem Aufschwimmen des Wracks hat am Montagmorgen die entscheidende letzte Phase der komplizierten Bergung des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ begonnen. Techniker haben vor der Insel Giglio planmäßig angefangen, das Schiff um zunächst zwei Meter anzuheben, bestätigte eine Sprecherin der Reederei. Anschließend soll das Wrack 30 Meter aufs Meer geschleppt und dort verankert und befestigt werden, um die letzten Schwimmkästen in ihre richtige Position zu bringen.

Binnen einer Woche soll der im Januar 2012 vor der Insel Giglio havarierte Kreuzfahrtkoloss wieder schwimmfähig gemacht werden und für den Abtransport bereit sein. „Es ist eine Operation, die noch nie zuvor durchgeführt wurde“, sagte Franco Porcellacchia, Projektleiter der Reederei Costa Crociere. „Aber wir sind sehr zuversichtlich und sehen keine unüberwindbaren Risiken.“

Monatelang hat das aus Hunderten Experten bestehende Team die Aktion vorbereitet. Das 290 Meter lange Schiff soll zunächst um etwa zwei Meter angehoben und 30 Meter weiter aufs Meer geschleppt werden. Danach sieht der Plan vor, die 30 Schwimmkästen an den Seiten des Schiffs in ihre endgültige Position zu bringen und mit Druckluft langsam das Wasser herauszupressen.

Experten schätzen, dass die „Costa Concordia“ etwa innerhalb einer Woche für den Abtransport bereit sein wird. Gut 18 Meter Tiefgang - statt der bisher 30 - wird das Schiff dann noch haben. Nach dem Aufschwimmen sollen vier Schlepper und zehn Begleitschiffe das Wrack nach Genua bringen. Dort soll die „Costa Concordia“ innerhalb von 24 Monaten verschrottet werden.

Nach dem Aufrichten des Wracks im vergangenen September ist die nun bevorstehende Phase der zweite entscheidende Punkt der Bergung. Seit mehr als zwei Jahren arbeiten die Experten an der komplizierten und risikoreichen Bergung. 32 Menschen waren ums Leben gekommen, als die „Costa Concordia“ mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der Mittelmeerinsel auf einen Felsen krachte und leckschlug. Bei den Bergungsarbeiten vor der italienischen Mittelmeerinsel kam ein Taucher ums Leben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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