Kriminalität in Mexiko
Sogar Hunde werden zu Entführungsopfern

In Mexiko setzen Entführer immer häufiger auf die Liebe zum Haustier. Zuletzt wurde sogar der Chihuahua einer Gouverneurin entführt. Die Kriminellen streichen mit dieser Tour beachtliche Lösegelder ein.
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Mexiko gerät wegen der ausufernden Drogenkriminalität immer mehr in die Schlagzeigen. Weniger bekannt ist, dass Kriminelle sogar Tiere aufs Korn nehmen. Kidnapper haben sich darauf spezialisiert, Hunde zu entführen und von den verzweifelten Herrchen Lösegelder zu erpressen. Jetzt traf es vermutlich sogar die Gouverneurin des Bundesstaates Yucatán, Ivonne Ortega. Ihr kleiner Chihuahua verschwand vor einigen Tagen in der Provinzhauptstadt Mérida spurlos, ebenso wie seit Jahresbeginn 240 weitere Tiere der selben Rasse in der Stadt, berichtete die Zeitung „Excélsior“ am Dienstag (Ortszeit).

Während der vergangenen 20 Jahre ist die Zahl der Hundeentführungen um 50 Prozent gestiegen, schätzt der Bund der Hundefreunde Mexikos. Vor allem Hunde von Reichen geraten in das Visier der Kriminellen und die Lösegelder werden immer höher. Die Entführer würden sich nicht selbst melden, sondern warteten, bis der Hundehalter eine ausreichend hohe „Belohnung“ für die Rückgabe des Hundes anbiete, erzählt der Hundezüchter Jorge Canto Ureña. Am häufigsten seien Foxterrier, Malteser, Schnauzer und Chihuahua betroffen, berichtete „Excélsior“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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