Kriminalitätsstatistik 2013
Bundesrepublik erlebt etwas weniger Straftaten

Diebstahl ist die häufigste Straftat, das zeigt auch die Kriminalstatistik 2013. Doch im Fokus steht anders als früher eher die Geldbörse denn das teure Auto und auch insgesamt halten sich die Kriminellen etwas zurück.
  • 0

BerlinDie Kriminalität in Deutschland geht leicht zurück. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im gesamten Bundesgebiet 5,96 Millionen Straftaten, wie aus der Reuters am Dienstag in Teilen vorliegenden Kriminalstatistik 2013 hervorgeht. Dies entspricht einem Rückgang um 0,6 Prozent zum Vorjahr.

Auf 100.000 Einwohner kamen damit 7404 Verbrechen. Etwas mehr als die Hälfte (54,5) der Straftaten konnten aufgeklärt werden. Dies entspricht in etwa der Quote des Vorjahres. Die Auswertung will Innenminister Thomas de Maiziere am Mittwoch offiziell in Berlin vorstellen.

Wie in den Vorjahren dominierten auch 2013 die Diebstahlsdelikte, die einen Anteil von 40 Prozent an der Gesamtkriminalität ausmachen. Allerdings zeigt sich hier ein verändertes Bild: Während der Diebstahl von Taschen, Geld und Kreditkarten zunahm, ging der Klau von Fahrrädern, Mopeds und Autos ebenso zurück wie Ladendiebstähle.

Auch die Zahl der polizeilich registrierten Gewalttaten sank im vergangenen Jahr weiter um 5,3 Prozent auf 185.000 Fälle. Einen großen Anteil an der Gesamtkriminalität macht mit 1,3 Millionen Fällen (22 Prozent) erneut die Straßenkriminalität aus, die aber ebenfalls zurückging.

Um ein Prozent zugenommen hat dagegen die Computerkriminalität, zu der die Statistik 88.722 Fälle ausweist. Die Kriminalität im Internet, wie etwa Sabotage und Spionage, stieg um 0,7 Prozent auf fast 64.500 Fälle. Allerdings konnten gerade mal ein Viertel dieser Taten aufgeklärt werden. De Maiziere will im Sommer einen Entwurf für ein IT-Sicherheitsgesetz vorlegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kriminalitätsstatistik 2013: Bundesrepublik erlebt etwas weniger Straftaten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%