Kritik an Flugleitung
Topmitarbeiter der Nasa wegen „Columbia“-Unglücks versetzt

Drei Spitzenmitarbeiter der Nasa im Kontrollzentrum Houston (Texas) sind im Zusammenhang mit dem Absturz der Raumfähre „Columbia“ von ihren Posten geholt und versetzt worden.

HB/dpa WASHINGTON. Nach US-Medienberichten vom Donnerstag waren alle drei an wichtigen Entscheidungen beteiligt, die von der unabhängigen Kommission zur Untersuchung des Unglücks vom 1. Februar kritisiert worden sind. Sie hätten unter anderem die Analysen zu leichtfertig akzeptiert, in denen die beim Start entstandenen Schäden an der „Columbia“ unterschätzt worden waren. Außerdem hat das Ermittlungsgremium beanstandet, dass keine Fotos vom Shuttle im Orbit gemacht wurden, die Hinweise auf Schäden hätten geben können. Die Nasa hält es inzwischen für wahrscheinlich, dass beim „Columbia“-Start abgesprengter Isolierschaum den Hitzeschild am linken Flügel des Shuttle beschädigte, das dann den Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht überstand. Der Schlussbericht der Kommission wird Ende Juli erwartet.

Versetzt wurde den Berichten zufolge Linda Ham, eine der zuvor am höchsten gepriesenen Topmanager der Nasa. Sie hatte das Team geleitet, das die Mission der „Columbia“ während deren Aufenthalt im Orbit steuerte. Ihren Posten verloren auch Ralph Joe, bisher Chef der für die Raumfährenflotte zuständigen Ingenieur-Abteilung, und einer seiner Spitzenmitarbeiter. Bereits zuvor waren auch im Kennedy Space Center in Florida, wo die Shuttles auf den Start vorbereitet werden, Köpfe gerollt.

Nasa-Chef Sean O'Keefe vermied es den Medienberichten zufolge indessen, den jetzt versetzten Topmitarbeitern in Houston Fehlverhalten vorzuwerfen. Die Positionswechsel spiegelten auf seiner Seite „kein Urteil über die Fähigkeiten und die Hingabe“ der betreffenden Personen wider, wurde O'Keefe zitiert.

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