Kritiker des Irakkrieges: Pulitzer-Preisträger Arthur Schlesinger gestorben

Kritiker des Irakkrieges
Pulitzer-Preisträger Arthur Schlesinger gestorben

Der Historiker und Kennedy-Vertraute Arthur Schlesinger ist in New York im Alter von 89 Jahren gestorben. Schlesinger war ein Vertrauter der Kennedy-Familie und gehörte zum engeren Mitarbeiterstab des 1963 erschossenen Präsidenten John F. Kennedy.

HB NEW YORK. Wie sein Sohn Stephen der „New York Times“ vom Donnerstag mitteilte, erlitt der zweifache Pulitzer-Preisträger Schlesinger bei einem Abendessen mit Familienmitgliedern einen Herzinfarkt. Er starb noch am Mittwochabend in einem Krankenhaus in Manhattan. Zudem gilt Schlesinger als einer der wichtigsten Vertreter des amerikanischen Liberalismus im Kalten Krieg.

In seinem letzten Buch „War and the American Presidency“ (Krieg und die amerikanische Präsidentschaft) nannte Schlesinger den Irakkrieg ein „entsetzliches Durcheinander“ und kritisierte die Außenpolitik von George W. Bush. Sein Leben lang beschäftigte sich Schlesinger mit der Politik. Bereits 1946, mit gerade einmal 29 Jahren, erhielt er für seine historische Abhandlung über den amerikanischen Präsidenten Andrew Jackson (1767-1845) bekommen. Zwanzig Jahre später bekam er diese Auszeichnung erneut. Dieses Mal für sein Buch „A Thousand Days: John F. Kennedy in the White House“ (Eintausend Tage: John F. Kenndy im Weißen Haus).

Schlesinger galt als einer der einflussreichsten Denker der politischen amerikanischen Elite. Nach seiner aktiven Arbeit als Präsidentenberater lehrte er an der Universität von New York.

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