Krokodil-Sichtung in der Oberpfalz
Bayerische Polizei auf Krokodil-Safari

Die bayerische Polizei ist derzeit mit einer für deutsche Verhältnisse eher ungewöhnlichen Aufgabe betraut: In einem Baggerweiher nahe Schwarzenfeld in der Oberpfalz sucht sie gemeinsam mit der Feuerwehr nach einem 2 Meter langen Krokodil, das ein Angler und eine weitere Zeugin gesehen haben wollen.

HB AMBERG. Krokodil-Alarm in Bayern: In einem Baggerweiher nahe Schwarzenfeld in der Oberpfalz suchen Polizei und Feuerwehr seit Dienstagmittag nach einem Krokodil. Ein Angler will das Tier gesehen haben und alarmierte die Behörden. „Der Mann ist sich absolut sicher, dass es ein Krokodil war“, sagte der Amberger Polizeisprecher Peter Krämer der Nachrichtenagentur AP.

Der Angler habe den Rücken des Tieres deutlich gesehen, als es auf ihn zugeschwommen sei. Seinen Angaben zufolge ist es etwa zwei Meter lang. Als der Angler am Ufer erschrocken aufgestanden sei, habe das Krokodil abgedreht und beim Wegschwimmen kräftig mit dem Schwanz auf die Wasseroberfläche gepeitscht, sagte Krämer. Der Zeuge, ein 36-jähriger Versicherungskaufmann, wirke sehr integer, sei immer noch geschockt und werde von der Polizei sehr ernstgenommen.

Nach Krämers Angaben hat sich inzwischen auch eine weitere Zeugin gemeldet, die das Krokodil bereits vor zwei Wochen beobachtet haben will. Warum die Frau dies nicht meldete, wisse er nicht, sagte der Polizeisprecher.

Mit einem Polizeihubschrauber, Booten und Wärmebildkameras suchen Polizei und Feuerwehr nun das Areal ab. Dies sei schwierig, da es dort mehrere Kiesweiher gebe, sagte Krämer. Ein Zoologe habe erklärt, solange die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt sinken, könne ein Krokodil ohne Probleme überleben. Zudem würde es bei dem hohen Fischbestand in den Kiesweihern genügend Nahrung finden.

Nach Krämers Angaben gibt es in der Gegend um Schwarzenfeld keine zoologischen Gärten, aus denen ein Krokodil entkommen sein könnte. „Wenn es wirklich ein Krokodil ist, vermuten wir, dass es illegal gehalten und dann ausgesetzt wurde“, sagte Krämer. Er riet der Bevölkerung, die Kiesweiher besonders in der Dämmerung zu meiden.

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