Kronprinz Albert von Monaco
Ewiger Junggeselle übernimmt Regentschaft

Nach dem Tod von Fürst Rainier soll Kronprinz Albert das Zepter im Fürstentum Monaco in die Hand nehmen. Lange Zeit war der begehrte Junggeselle jedoch nicht besonders auf das Amt des Fürsten erpicht. Und anstatt sich eine Ehefrau zu suchen, fuhr er lieber Rallyeautos.

HB MONACO. Seit Donnerstag vergangener Woche führt der 47-Jährige Kronprinz Albert bereits die Regentschaft über das kleine Fürstentum. Nach dem Tod seines Vaters wird er nun auch in absehbarer Zeit dessen Erbe antreten.

Albert ist im Gegensatz zu seinen Schwestern Caroline (48) und Stéphanie (40) bislang von persönlichen Schicksalsschlägen und öffentlichen Turbulenzen verschont geblieben. In den letzten Jahren hat er zunehmend die Repräsentationspflichten seines kranken Vaters übernommen. Zur Förderung der wirtschaftlichen Interessen Monacos reiste er quer durch Europa und die USA. Schon vor Jahren sagte er zur Übernahme der Macht im Fürstentum: „Ich fühle mich für die Aufgabe gerüstet.“

Kronprinz Albert von Monaco wirkt bescheiden und zurückhaltend und gehört mit seinen 47 Jahren zu den hartnäckigsten Junggesellen der europäischen Fürstenhäuser. Der Sohn von Fürst Rainier III. ist ein vielseitiger Sportler, der leidenschaftlich gerne Bob und Rallyeautos fährt.

Fotos von Albert mit schönen Frauen an seiner Seite schmückten regelmäßig die entsprechenden Magazine - doch seine Romanzen sind nie wirklich konkret geworden. Zuletzt schlugen die Herzen der Monegassen höher, als der Prinz bei einem Gala-Empfang in New York von der blonden amerikanischen Stabhochspringerin Alicia Warlick begleitet wurde. Man sprach bereits von einer erstaunlichen Ähnlichkeit mit Alberts amerikanischer Mutter, dem Hollywood-Star Grace Kelly. Doch die Gerüchte währten nicht lange. Ebenso spekulativ blieben Verbindungen zu dem deutschen Supermodel Claudia Schiffer oder der Schauspielerin Gwyneth Paltrow.

Prinz Albert erbt Hauptvermögen von Fürst Rainier von Monaco. Der Löwenanteil des auf 1,7 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens geht vermutlich an Albert und an Rainiers älteste Tochter Caroline. Nach der Neufassung des Testaments im Jahr 2000 erbt Prinz Albert den Titel seines Vaters „Seine Durchlauchtigste Hoheit“ sowie den Fürstenpalast mit 235 Zimmern, das Schloss Marchais bei Paris mit weitläufigem Jagdgelände, den Privatjet, die Yacht, die Oldtimer-Sammlung mit 180 Fahrzeugen und die Briefmarken-Sammlung, die als eine der wertvollsten der Welt gilt. Hinzu kommt ein Aktienpaket des Casinos von Monte Carlo im Millionenwert.

Das Geld-Erbe teilen sich Albert und Caroline, die außerdem die Familienvilla La Vigie in Roquebrune Cap-Martin und den meisten Schmuck ihrer Mutter erhält. Die jüngste und rebellische Tochter Stéphanie soll 17 Millionen Dollar erhalten, die ihr jedoch in monatlichen Raten von jeweils 50 000 Dollar ausgezahlt werden sollen. Sie bekommt ferner ein Chalet mit sechs Zimmern in dem französischen Alpendorf Auron, ein weiteres Haus im Schweizer Prominenten- Urlaubsort Gstaad und eine Wohnung in New York.

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