Kronprinz Haakon vertritt ihn während des Krankenhausaufenthalts
Harald V. von Norwegen ist an Krebs erkrankt

König Harald V. von Norwegen ist an Blasenkrebs erkrankt. Er hat aber nach Aussage seiner Ärzte „sehr gute Aussichten“ auf vollständige Heilung. Spezialisten aus dem Osloer Reichshospital teilten am Montag weiter mit, dass der 66-Jährige am Montag operiert werden soll und dabei die komplette Blase entfernt werde.

HB OSLO. Der seit knapp 13 Jahren als König amtierende Harald hatte sich in der Vorwoche in das Krankenhaus begeben, weil er Blut im Urin hatte. Über seine Reaktion auf die befürchtete Krebsdiagnose sagte Hofsprecher Petter Forberg, Harald habe sie „wie ein Mann“ aufgenommen. Er meinte weiter: „Der König ist in guter Verfassung, hat keine Schmerzen und hält sich daran, dass die Ärzte ihm sagen, er werde wieder gesund.“ Nach zwei bis drei Wochen im Krankenhaus und dem Weihnachtsfest im heimischen Familienkreis soll sich der Regent etwa zwei weitere Monate erholen und in der gesamten Zeit von Kronprinz Haakon (30), dem jüngeren seiner beiden Kinder, vertreten werden.

Haakons Ehefrau Prinzessin Mette-Marit erwartet im Januar die Geburt des ersten Kind des seit gut zwei Jahren verheirateten Paares. Am 29. April wurde Harald zum ersten Mal Großvater. Prinzessin Märtha Louise brachte ein Jahr nach ihrer Hochzeit mit dem Schriftsteller Ari Behn die Tochter Maud Angelica zur Welt.

Der bei öffentlichen Auftritten und vor allem als Redner mitunter etwas steif wirkende Harald konnte nach dem Tod seines Vaters König Olav V. (1903-1991) nie auch nur annähernd dessen Popularität erreichen. Die deutlich schlechteren Umfrageergebnisse für das norwegische Königshaus im Vergleich zu den Nachbarn in Schweden und Dänemark verbesserten sich streckenweise, als Haakon und Mette-Marit im August 2001 heirateten. Harald selbst musste von 1959 bis 1968 auf die Genehmigung zur Hochzeit mit der damaligen Sonja Haraldsen und jetzigen Königin Sonja (66) durch seinen Vater kämpfen, der strikt gegen die Verbindung war. Harald konnte sich erst durchsetzen, als er hinter den Kulissen mit dem Thronverzicht gedroht hatte.

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