Krümmel bleibt abgeschaltet
Atomkraftwerk Brunsbüttel wieder am Netz

Das Atomkraftwerk Brunsbüttel ist drei Tage nach seiner Schnellabschaltung wegen eines Kurzschlusses in einer Eon-Schaltanlage außerhalb des Reaktors wieder am Netz. Krümmel bleibt jedoch abgeschaltet.

HB BERLIN. Ein Sprecher des Betreibers Vattenfall sagte am Sonntag in Hamburg, das Kraftwerk habe den betrieb wieder aufgenommen. Die Sozialministerin von Schleswig-Holstein, Gitta Trauernicht, hatte als zuständige Ministerin am Samstag nach einer Unterrichtung durch Betreiber und Experten grünes Licht für das Wiederanfahren des Reaktors gegeben und erklärt, es bestünden keine Sicherheitsrisiken. Das nach einem Brand ebenfalls abgeschaltete Kraftwerk Krümmel bleibt hingegen vorerst außer Betrieb.

Trauernicht hatte sich in Kiel vom Betreiber Vattenfall und Experten über den Zustand des Reaktors in Brunsbüttel informieren lassen. Die Überprüfung der Auffälligkeiten bei der Schnellabschaltung des Reaktors infolge der Kurzschlusses habe ergeben, dass diese für die Sicherheit nicht von Belang seien. „Die Sicherheit ist also gegeben, und auch aus rechtlichen Gründen spricht somit nichts mehr gegen das Wiederanfahren“, erklärte die SPD-Politikerin. Der Reaktor war nach einem Kurzschluss und einem Schwelbrand am Ventil einer Turbine per Schnellabschaltung heruntergefahren worden. Dabei war nach Miniszeriumsangaben ein Steuerstab nicht richtig in den Reaktorkern eingefahren.

Die Ministerin kündigte für Anfang der Woche eine genauere Untersuchung am Kraftwerk Krümmel an. Dieses war heruntergefahren worden, nachdem ebenfalls am Donnerstag in einem Transformatorhaus auf dem Gelände ein Brand ausbrach. Bei einer Inspektion vor Ort sollen der zerstörte Transformator und ein weiterer Transformator der Netzanbindung überprüft werden.

Zugleich betonte die Ministerin, die Überprüfung beider Zwischenfälle habe wichtige Fragen zum Zustand der Stromnetze aufgeworfen. „Es gab Probleme, die eigentlich nicht auftreten sollten“, erklärte sie mit Hinweis auf ausgefallene Ampeln und stehen gebliebene Bahnen in Hamburg. Sie habe Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gebeten, diese Probleme beim Energiegipfel am Dienstag im Kanzleramt anzusprechen. Zudem forderte sie vom Netzbetreiber Eon eine Stellungnahme.

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