Kuba, Florida und die mexikanische Karibikküste liegen auf der Hurrikan-Route
Ivan verwüstet Cayman-Inseln

Hurrikan Ivan hat am Sonntag über den Cayman-Inseln getobt und schwere Schäden angerichtet. Nun nimmt er Kurs auf Kuba, Florida und die mexikanische Karibikküste.

HB GEORGE TOWN/MEXIKO STADT/MIAMI. Der Wirbelsturm fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde über die Cayman-Inseln hinweg. Er deckte Dächer ab und löste Flutwellen von der Höhe zweistöckiger Gebäude aus. Noch einen Kilometer im Landesinnern war das Land überschwemmt. Bewohner versuchten, sich auf ihren Dächern in Sicherheit zu bringen. Berichte über Opfer auf den zu Großbritannien gehörenden Inseln lagen zunächst nicht vor. Die Behörden der Cayman-Inseln hatten am Sonntag den Notstand ausgerufen.

Am Montagnachmittag (Ortszeit) soll Ivan den Westen Kubas erreichen. Dort liegen die wichtigsten Tabakpflanzungen für die kubanischen Zigarren. Schon seit Donnerstag wappnen sich die Bewohner für den Sturm. Die Hauptstadt Havanna ist wegen ihrer vielen baufälligen Häuser besonders verwundbar. Bis zum Samstag wurden die ufernahen Hotels evakuiert und die Touristen in Unterkünfte landeinwärts umquartiert.

Sollte „Ivan“ seinen Weg wie vorhergesagt fortsetzen, könnte er am Montag auch Florida treffen. Die Keys, eine vorgelagerte Inselkette, sind zum größten Teil evakuiert worden. Der Zyklon bedroht jetzt außerdem die mexikanischen Badeorte in der Karibik. Die Behörden gaben am Sonntag eine Hurrikan-Vorwarnung für den Nordosten der Halbinsel Yucatán mit den Touristenzentren Cancun und Playa del Carmen sowie für die Insel Cozumel.

Bisher hat „Ivan“ in der Karibik schon mehr als 55 Menschenleben gefordert. Am schwersten betroffen war die Insel Grenada, wo mindestens 35 Menschen getötet und 90 Prozent aller Häuser in der Hauptstadt St. George's zerstört oder beschädigt wurden. Auf Jamaika kamen zwischen Freitag und Samstag mindestens 16 Menschen ums Leben. Ivan ist nach Charley und Frances der dritte Wirbelsturm innerhalb von vier Wochen, der die Karibik heimsucht. Die Schäden gehen in die Milliarden.

Wie teuer Ivan für die Rückversicherer wird, ist noch unklar. Vorstandsmitglied Georg Daschner von der Münchener Rück sagte, Schätzungen fürs eigene Haus lägen frühestens Ende dieser Woche vor.

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