Kuba und Florida warten auf die Katastrophe
Auf „Wilma“ folgen die Plünderer

Hurrikan „Wilma“ hat sechs Menschen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan getötet. Das sei wenig, sagen die Behörden. Denn der Wirbelsturm wütete stundenlang an gleicher Stelle und zog nur langsam ab. Doch das Leid ist noch nicht vorüber.

HB MEXIKO-STADT/CANUN. Auf der Insel Cozumel seien zwei Menschen getötet worden, teilte der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo, Felix Gonzalez, am Samstag mit. Ebenfalls zwei Menschen seien im Ferienort Playa del Carmen bei der Explosion eines Gastanks ums Leben gekommen. In der Touristenhochburg Cancun starb trotz großer Schäden ein Mann.;Im Inneren der Halbinsel wurde ein weiterer Mann durch den herabfallenden Ast eines Baumes getötet.

Nun ist es aber nicht mehr der Sturm, der den Behörden Kopfzerbrechen bereitet. In Cancun ist es in der Nacht zum Samstag zu einer Welle von Plünderungen gekommen. 50 Personen seien festgenommen worden, als sie dabei waren, Geschäfte auszurauben, deren Fenster zu Bruch gegangen waren. Das teilte die Staatsanwaltschaft des Staates Quintana Roo am Samstagabend (Ortszeit) mit. Die Situation sei alarmierend. In Cancun und den anderen Bereichen der mexikanischen Ferienregion sorgen Armee und Polizei für die Zeit des Sturm für die Sicherheit in den verlassenen Städten.

„Wilma“ richtete bei der Überquerung Yucatans schwere Verwüstungen an. Er zerstörte zahlreiche Häuser in der besonders bei US-Touristen beliebten Karibik-Region. Tausende Touristen verbrachten eine weitere Nacht in Notunterkünften. Mittlerweile hat sich der Sturm aber abgeschwächt. Es wird erwartet, dass er langsam übers Meer abzieht.

Nächstes Ziel von „Wilma“ ist voraussichtlich am Montag der US-Bundesstaat Florida. Wegen der Langsamkeit, mit der „Wilma“ vorankommt, hoffen die US-Behörden, dass sich der Hurrikan weiter abschwächt, bevor er das Festland erreicht. Dennoch ordneten sie Zwangsevakuierungen an. Zunächst sollten die 80 000 Bewohner der Inselkette Florida Keys in Sicherheit gebracht werden. Beobachter gingen aber davon aus, dass die Öl- und Gasproduktionsanlagen im Golf von Mexiko verschont bleiben.

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