Kurioses Jahr 2007
Beim Wetter purzelten die Rekorde

Mal stürmisch und nass, dann wieder dramatisch trocken und insgesamt viel zu warm: Das Wetter in Deutschland pendelte 2007 zwischen den Extremen. Ganz zum Schluss könnte das kuriose Wetterjahr noch einen weiteren Rekord bringen.

HB FRANKFURT. Das Jahr 2007 könnte als das bisher wärmste in Deutschland in die Geschichte eingehen. Zwar liegt die Durchschnittstemperatur aktuell hauchdünn unter der von 2000. Die Entscheidung fällt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) aber erst kurz vor Silvester.

"Kyrill" - der Orkan mit diesem markanten Namen ist das dramatischste Wetterereignis 2007. "Wir sahen ein Windfeld auf uns zukommen", berichtet DWD-Unwetterexperte Gerhard Steinhorst von der ersten Sichtung des gewaltigen Tiefs: "Am 18. Januar erfasste es dann ganz Deutschland."

Die Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von 198 Kilometern treffen allerdings auf ein gut vorbereitetes Land: Schulen und öffentliche Anlagen werden geschlossen. Erstmals stehen alle Züge der Deutschen Bahn still, mehr als 100 Flüge werden annulliert. Dennoch kostet "Kyrill" insgesamt 13 Menschen das Leben. Etwa 50 Millionen Bäume werden umgerissen, in vielen Regionen gibt es Stromausfälle. Aus der Fassade des neuen Berliner Hauptbahnhofs stürzt ein tonnenschwerer Stahlträger in die Tiefe. Europaweit verursacht "Kyrill" einen Schaden von etwa sieben Milliarden Euro.

Trotz eines Wintereinbruchs am Monatsende ist der Januar 2007 der bisher wärmste. Auch der Februar hat den Namen "Wintermonat" nicht verdient, weil es nur im Norden und Osten einzelne Tage mit Frost und Schnee gibt. Insgesamt ist der Winter der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 106 Jahren. Die Mittelwerte der Rekordwinter 1974/75 und 1989/90 wurden "gleich um sagenhafte 0,7 Grad übertroffen", wie der Wetterdienst meldet.

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