Kurz nach der Wiedereröffnung
Gotthardautobahn erneut wegen Steinschlags gesperrt

Nur 90 Minuten nach der Wiedereröffnung der Schweizer Gotthardautobahn ist die A2 wegen Steinschlaggefahr zwischen Amsteg und Göschenen erneut in beiden Richtungen gesperrt worden. Beobachtungsposten hätten den Hang inspiziert und auf Grund eines rumpelnden Geräuschs den Verkehr auf der Autobahn anhalten lassen.

HB GÖSCHENEN. Dies erklärte Polizeisprecher Karl Egli. Die Sperrung gilt bis auf weiteres. Ebenfalls geschlossen bleibt auch die Kantonsstraße. Nach Angaben von Egli wurde an der Felssturzstelle ein neuer Steinschlag registriert. Die Steine seien jedoch nicht bis auf die Autobahn gerollt. Fachleute seien gegenwärtig daran, die Situation zu prüfen. In den nächsten Tagen bis Wochen müsse mit neuen kleineren und mittleren Abbrüchen gerechnet werden.

Die Gotthardautobahn A2 war erst am Freitag um 11.00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben worden. Sie war nach dem tödlichen Felssturz bei Gurtnellen, bei dem ein deutsches Ehepaar ums Leben kam, zweieinhalb Tage gesperrt gewesen. Bautrupps hatten die Nord-Süd-Achse in der Nacht zum Freitag repariert.

Der ADAC empfahl deutschen Urlaubern, die Strecke weiträumig zu umfahren. Alternative Routen seien der San Bernardino, die Autoverladung am Lötschberg oder der Simplon-Pass, sagte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle am Freitag in München. Der Verkehr auf den Strecken nach Süden sei über Pfingsten jedoch ohnehin schon sehr dicht, und die San-Bernardino-Route sei zudem mit Baustellen gepflastert.

Das befürchtete Verkehrschaos auf den Ausweichrouten blieb zunächst aus. Zu stockendem Kolonnenverkehr kam es einzig auf der San-Bernardino-Route. Zwar konnte der Tunnel nach der Beseitigung der Baustelle am Freitagmorgen zweispurig befahren werden, ein Unfall im Domleschg führte aber zu einer einstündigen Sperrung der A13. Die Lötschbergbahn (BLS) bot auch in der Nacht zum Samstag rund um die Uhr Autozüge am Lötschberg an.

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