Lage kritisch
Dammbruch verschärft Hochwasserlage in Rumänien

Ein Dammbruch im Süden von Rumänien hat am Sonntag die Hochwasserlage an der Donau weiter verschärft. Hunderte von Bewohnern mussten in Sicherheit gebracht werden, weil im Dorf Rast mehr als 130 Häuser von den Wassermassen bedroht waren. Um den Druck auf die Dämme zu nehmen, ordneten die Behörden die Flutung tausender Hektar Ackerland an.

HB BELGRAD. In Nordwestbulgarien setzte die Donau den größten Teil des Industriegebiets der Stadt Vidin unter Wasser. Am Rand von Vidin wurde ein Zeltlager für 1 200 Bewohner errichtet. Die nahe gelegene Hafenstadt Nikopol stand schon zu 40 Prozent unter Wasser. Die Versorgung der Stadt mit Trinkwasser war gefährdet, hunderte Bewohner brachten sich in Sicherheit.

Flussaufwärts in Serbien stieg der Wasserstand auch noch. In Belgrad, wo die Save in die Donau fließt, wurden tiefer gelegene Straßen sowie Teile der historischen Festung überflutet. Bürgermeister Nenad Bogdanovic versprach Hilfe für Dutzende von Roma-Siedlern, die ihre Hütten am Ufer der Save verlassen mussten. 90 Kilometer östlich von Belgrad, nahe der rumänischen Grenze, erreichte der Donau-Pegel den historischen Rekordstand von 9,65 Metern.

In Smederevo setzte die Stadtverwaltung alle männlichen Gemeindearbeiter im Kampf gegen das Donau-Hochwasser ein. Dutzende Einwohner mussten ihre Häuser verlassen, das Rote Kreuz schickte hunderte Matratzen und Decken. Im Getreideanbaugebiet der Vojvodina im Norden Serbiens, wo Nebenflüsse der Donau in den vergangenen Tagen stark anschwollen, standen rund 10 000 Hektar Land unter Wasser.

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