Laufsteg-Geschichten
Showtime in Paris

Nur wenige Auserwählte sind im Besitz des Sesam-öffne-dich für die Modenschauen in Paris, Mailand oder New York. Wenn Chanel, Dior oder Armani ihre neuesten Kollektionen zeigen, ist die Kontrolle am Eingang streng. Einen berühmten Namen braucht man, wie Nicole Kidman oder Sharon Stone, um eingelassen zu werden.

PARIS. Aber auch rund 800 Einkäufer und 1 400 Journalisten aus aller Welt sind dabei. Wer nicht dazugehört, hat keine Chance. Und genau an diesem Punkt setzt „Showtime“ im Pariser Modemuseum Galliera an. Zum ersten Mal führt eine Ausstellung durch die Welt der Modenschauen und erlaubt einen Blick hinter die Kulissen.

Schon seit über einem Jahrhundert zeigen Mannequins Designerkleidung. Aber erst seit den 80er-Jahren haben sich die Modenschauen, die Defilees, von stillen Präsentationen zu riesigen Shows entwickelt, deren Bilder um die Welt gehen.

Die Shows sind die beste Werbung für die Modehäuser, und deshalb schrecken sie nicht davor zurück, drei Millionen Euro für 20 Minuten auszugeben. „Showtime“ versammelt 300 Ausstellungsstücke zum Thema Modenschauen, darunter alte Fotos, Kleider und Filme, die die Geschichte illustrieren.

„Es hat noch nie eine große Ausstellung über die Fashion-Shows gegeben, es hat mich gewundert, dass so ein großer Teil der Modewelt bisher einfach ausgespart wurde. Ich wollte den Traum zeigen“, sagt die Ausstellungsorganisatorin Anne Zazzo. Der Traum beginnt schon bei der Einladung. Verrückte Einladungs-Kreationen wie ein abgerissener Ärmel von John Galliano oder Weihnachtsbaumlampen von Dries van Noten sind am Eingang auf einer grasgrünen Wand angepinnt.

Anhand von Fotos lässt sich die Geschichte der Schauen verfolgen, von Designer Paul Poiret, der seine Mannequins um 1910 in einem Garten spazieren gehen ließ. Coco Chanel, die 1920 die Pose mit vorgestreckten Hüften einführte. Oder Yves Saint Laurent, der ohne Musik jedes Kleid einzeln ansagen ließ, bis zu John Galliano und seinem wilden Showspektakel.

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