Lebensmittelskandale
In fünf Jahren fünf Mal Dioxin-Alarm

Probleme mit Dioxin im Tiefutter traten in den letzten Jahren in Deutschland immer wieder auf.

HB DÜSSELDORF. April 2003: In Brandenburg wird in einer Futterprobe Dioxin gefunden. Mehr als 2 000 Tonnen Mischfutter sind belastet, ein Teil davon wurde bereits ausgeliefert. Landwirtschaftsbetriebe in mehreren Bundesländern, in Dänemark und Österreich sind betroffen.

Februar 2003: Dioxin-Alarm in Thüringen: Durch den wochenlangen Weiterbetrieb einer defekten Trocknungsanlage sind 2100 Tonnen Futtermittel eines Herstellers im Kreis Weimarer Land verseucht worden und in Umlauf gekommen.

Hunderte Betriebe in Deutschland und den Niederlanden sind betroffen und werden vorübergehend gesperrt. Tausende Schweine müssen geschlachtet werden.

Mai 2002: In einem ostfriesischen Betrieb wird in Krabbenschalen Dioxin gefunden. Das Gift wird entdeckt, bevor der Rohstoff zur weiteren Verarbeitung an Futtermittelmischwerke ausgeliefert wird. 38 Tonnen Schalen und Abfallstoffe werden beschlagnahmt und entsorgt.

Juli 1999: In Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen wird Dioxin belastetes Tierfutter gefunden. Mehrere Hersteller hatten verseuchte Tonerde aus Rheinland-Pfalz als Bindemittel eingesetzt.

Mai 1999: Ein Dioxin-Skandal in Belgien sorgt ab Ende Mai wochenlang und europaweit für Aufregung. Tierfutter mit verseuchtem Fett aus zwei wallonischen Fettschmelzen war an Tausende von landwirtschaftlichen Betrieben ausgeliefert worden.

Die belgische Regierung verhängt zeitweilig Schlachtverbote für Geflügel, Schweine und Rinder, ein Verkaufsverbot für Eier und Hühner sowie für fetthaltige Schweine- und Rinderprodukte. Hunderte Erzeugnisse werden vom Markt genommen, die EU erlässt vorübergehend Exportverbote für belgische Produkte. Zwei belgische Minister müssen zurücktreten.

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