Lewinsky auf Porträt
Clinton wird Monica nicht los

Der Schatten auf einem Porträt-Bild von Bill Clinton gehört nicht zu dem früheren US-Präsidenten – sondern ist eine Anspielung auf die Sex-Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Das hat nun der Künstler verraten.
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New YorkEin US-Künstler hat enthüllt, dass sein Porträt des früheren US-Präsidenten Bill Clinton (68) eine Anspielung auf Monica Lewinsky enthält. „Auf der linken Seite sieht man einen Kaminsims im Oval Office, auf den ich einen Schatten gemalt habe“, sagte Nelson Shanks (77) der US-Zeitung „Philadelphia Daily News“, die den Bericht online stellte.

Dieser Schatten sei eine Anspielung auf ein blaues Kleid, das die frühere Praktikantin im Weißen Haus während ihrer Affäre mit Clinton getragen habe. Und noch mehr: „Es ist auch eine Metapher darin, es steht für den Schatten auf seinem Amt oder ihm selbst.“

„Er ist der vielleicht bekannteste Lügner aller Zeiten“, sagte der 77-jährige Künstler über Clinton. „Er und seine Regierung haben einige gute Dinge getan, klar, aber ich konnte diese Monica-Sache nicht völlig ausblenden, und sie ist subtil ins Gemälde eingeflossen.“

Lewinsky hatte als Praktikantin im Weißen Haus ab 1995 eine Affäre mit Clinton, der von 1993 bis 2011 US-Präsident war. Clinton bestritt die Affäre zunächst vehement, bevor er sie schließlich zugab und als Fehler bezeichnete. Der Sexskandal brachte Clinton politisch in Bedrängnis, der Demokrat überstand aber ein Amtsenthebungsverfahren. Lewinskys blaues Kleid, auf dem sich Clintons Spermaspuren befunden haben sollen, war eines der wichtigsten Beweismittel in dem Verfahren.

Das mehr als zwei Meter hohe Ölgemälde befindet sich im Bestand der National Portrait Gallery in Washington. Angefertigt hat es der Künstler, der auch Prinzessin Diana und den früheren Papst Johannes Paul II. porträtierte, im Jahr 2005.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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