Lkw rast in Stauende
Vier Tote bei Horrorunfall auf der A 31

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn A 31 sind zwischen Meppen und Emden am Dienstag vier Menschen getötet und vier verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war ein Lastwagen ungebremst in ein Stauende gerast und schob 15 Autos ineinander.

HB LATHEN. Der 37-Jährige Lastwagenfahrer wurde noch am Unfallort vorläufig festgenommen. Die Autobahn vom Ruhrgebiet in Richtung Nordsee war stundenlang in beide Richtungen gesperrt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Polizei war im Einsatz.

Nach Polizeiangaben wurde durch den Aufprall ein Wagen mit niederländischem Kennzeichen unter einen anderen Lastwagen gedrückt, dessen Tank aufriss und in Brand geriet. Der Laster und das Auto brannten vollständig aus. Während der 53 Jahre alte Lastwagenfahrer sich aus dem brennenden Führerhaus retten konnte, kamen die Insassen des Autos aus den Niederlanden ums Leben. Die Polizei nimmt an, dass drei Menschen in dem Wagen waren. Auch die Beifahrerin eines weiteren Autos starb in dem Wrack. Der Fahrer dieses Wagens wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Drei weitere Insassen aus anderen Autos kamen leicht verletzt in Krankenhäuser.

Die Polizei berichtete, am Unfallort zwischen den Anschlussstellen Lathen und Dörpen seien eine Vielzahl von Polizeifahrzeugen, 40 Feuerwehrleute, vier Rettungswagen, Notarzt und ein Hubschrauber eingesetzt worden. Am Nachmittag wurden mit einem Polizeihubschrauber Gerichtsmediziner aus Odenburg eingeflogen. „Diese sollen feststellen, wie viele Insassen sich in dem total ausgebrannten Auto befunden haben“, erklärte die Polizei in Lingen.

Ein Staatsanwalt aus Osnabrück übernahm die Ermittlungen. Der 37 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde zu einer Polizeiwache gebracht, wo eine Blutprobe entnommen wurde. Ein erster Alkoholtest verlief negativ. Der bei der Massenkarambolage angerichtete Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen weit über 100 000 Euro.

Nach dem Unfall am Vormittag sollte die Autobahn noch bis in die Abendstunden in beide Richtungen für Unfallaufnahme, Spurensuche und Bergung der Fahrzeuge gesperrt sein. Kurz nach dem Unfall hatte die Polizei den „Katastrophentourismus“ anderer Autofahrer scharf kritisiert, die auf der Gegenfahrbahn teils sogar stehen geblieben seien. Später wurde auch die Gegenfahrbahn voll gesperrt.

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