
LondonStreiks haben am Montag, dem ersten Einkaufstag nach Weihnachten in Großbritannien, die Londoner U-Bahn weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaft ASLEF rief zu einem 24-stündigen Ausstand auf, um für die U-Bahn-Fahrer, die am zweiten Weihnachtstag arbeiten mussten, Zuschläge und einen weiteren freien Tag zu fordern.
Auf zwei U-Bahn-Linien wurde der Verkehr ganz eingestellt, andere Linien funktionierten teilweise. Der Betreiber des Londoner Nahverkehrs teilte mit, dass in der Innenstadt zusätzlich Busse eingesetzt würden. Er kritisierte zugleich, ASLEF stelle „unverschämte“ Forderungen.
Bereits 2010 hatten die U-Bahn-Fahrer am zweiten Weihnachtstag gestreikt. Der Ausstand hielt die Menschen jedoch nicht davon ab, die Geschäfte zu stürmen. Der zweite Weihnachtstag, der sogenannte Boxing Day gibt in Großbritannien traditionell den Startschuss zum Winterschlussverkauf.
In Erwartung des Streiks hatte der Londoner Fußballklub Arsenal sein für Montag angesetztes Spiel gegen Wolverhampton um einen Tag verschoben. Das Spiel zwischen den Londoner Vereinen Chelsea und Fulham sollte wie geplant am Montag stattfinden.