Lokführer steht noch immer unter Schock
Drei Kinder auf Gleisen getötet - Polizei ermittelt

Nach dem Tod von drei kleinen Kindern auf einer Bahnstrecke bei Weyhe nahe Bremen setzen Staatsanwaltschaft und Polizei heute (Donnerstag) ihre Ermittlungen zum Unfallhergang fort. Ein Güterzug hatte die vierjährigen Jungen - darunter ein Zwillingspaar - am Mittwoch erfasst und getötet.

HB WEYHE. Der 53 Jahre alte Lokführer leitete zwar noch eine Notbremsung ein, brachte aber den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Der unter Schock stehende Mann konnte bislang nicht befragt werden.

Die Kinder wurden nach ersten Ermittlungen von einem Anbauteil des Zuges getroffen und zu Boden geschleudert. Dabei zogen sie sich Verletzungen am Kopf zu. Sie waren sofort tot. Vermutlich haben sie den herannahenden Zug nicht rechtzeitig bemerkt, teilte die Polizei mit. Nachbarn sagten, es handele sich um die beiden Kinder einer albanischen Familie sowie einen Cousin der Jungen. Das Unglück ereignete sich am Rande eines Wohngebietes auf der zweigleisigen Schnellstrecke Osnabrück-Bremen. Die Gleise sind dort zwar mit einem Maschendrahtzaun gesichert. Dieser war an der Unglücksstelle aber niedergetrampelt, berichteten Anwohner.

Nach Bahnangaben ereignete sich der Unfall um 14.33 Uhr bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Der Zug aus Belgien mit mehreren Tank- und einem Autotransportwagen war auf dem Weg nach Maschen bei Hamburg. Der Fernverkehr wurde für zweieinhalb Stunden umgeleitet.

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