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Loriot: Herr Müller-Lüdenscheid und Herr Dr. Klöbner als Briefmarke

„Die Ente bleibt draußen“, aber sie kommt auf den Brief. Zusammen mit Herrn Müller-Lüdenscheid und Herrn Dr. Klöbner. Vier Szenen aus Loriots komischer und humorvoller Welt sind die Motive der diesjährigen Wohlfahrtsmarken.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellte die Wohlfahrtsmarken mit den Loriot-Motiven gemeinsam mit Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue vor. Quelle: dpa
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellte die Wohlfahrtsmarken mit den Loriot-Motiven gemeinsam mit Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue vor. Quelle: dpa

HB BERLIN. Das leichte Schmunzeln wurde immer mehr zu einem breitem Lächeln. Loriots Sketch „Das Frühstücksei“ sorgte bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundespräsident Christian Wulff für gute Laune. Ohnehin gehörte die Übergabe der Wohlfahrtsbriefmarken am Montag im Schloss Bellevue für beide Politiker zu den angenehmen und schönen Terminen.

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Und da zudem vier Szenen aus Loriots Welt des Komischen die diesjährigen Sondermarken prägen, waren Schäuble und Wulff auch selbst gerne zu Scherzen aufgelegt. „Als wäre das Fernsehen heute Morgen schon bei uns dabei gewesen“, sagte Wulff im Anschluss an den Loriot-Sketch, in dem sich ein Ehepaar wegen eines zu harten Frühstückeis in die Haare bekommt.

„Von Loriot weiß man, dass Ernst und Heiterkeit keine Gegensätze sind, sondern sich geradezu gegenseitig bedingen“, sagte Schäuble. Anschließend übergab er Wulff als Schirmherrn des Sozialwerkes Wohlfahrtsmarken Alben mit Erstabdrucken der Postwertzeichen. Die Sonderbriefmarken wurden von Grafiker Hans Günter Schmitz entworfen. Der Bundespräsident zeigte sich überzeugt, dass „eigentlich jeder diese Briefmarken auf den Briefen, die uns erreichen oder die wir absenden, gerne sieht“.

Die Motive der Wohlfahrtsmarken stammen aus Loriots Fernseharbeiten und zeigen „Auf der Rennbahn“, „Das Frühstücksei“, „Der sprechende Hund“ sowie „Herren im Bad“. Die vier Momente aus den Loriot-Sketchen wählte Vicco von Bülow persönlich aus. „Für mich ist Vicco von Bülow einer der ganz großen lebenden Deutschen im Kulturbereich, einer der ganz großen Kulturschaffenden unseres Landes“, sagte Wulff. Von Bülow selbst war bei der Vorstellung der Wohlfahrtsmarken nicht anwesend. Die Postwertzeichen sind unter anderem an allen Verkaufsstellen der Deutschen Post gegen einen Aufpreis erhältlich.

Wohlfahrtsbriefmarken haben in Deutschland eine lange Tradition. Es gibt sie seit 1949. Mit den ersten Erlösen wurden Erholungsreisen für Kinder im Nachkriegsdeutschland mitfinanziert. Bis heute wurden rund vier Milliarden Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken verkauft und somit ein rechnerischer Erlös von rund 600 Millionen Euro erzielt. Die Erlöse kommen heute sozialen Projekten der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der Caritas, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Diakonie sowie der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden zugute. Diese Organisationen bilden zusammen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.

2010 hatten duftende Obstsorten die jährlichen Wohlfahrtsbriefmarken geprägt, was bei einigen Verbrauchern zu Bedenken geführt hatte. Sie fürchteten, die Postwertzeichen könnten gesundheitsschädlich sein. Die Sorge erwies sich aber als unbegründet. Auch in diesem Jahr garantieren die Wohlfahrtsmarken wieder Diskussionsstoff, aber eher heiteren: Die Sondermarke „Das Frühstücksei“ könne eventuell Probleme bereiten, sagte Schäuble leicht schmunzelnd mit Bezug auf den derzeitigen Dioxinskandal.

  • 10.01.2011, 22:10 UhrAnonymer Benutzer: AndreAdrian

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