Lotto
Lotto-Jackpot steigt auf Rekordniveau

Das Lotto-Fieber in Deutschland steigt weiter: Bei der Ziehung am kommenden Mittwoch gibt es 28 Mio. Euro zu gewinnen, wie die federführende Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg am Montag in Stuttgart mitteilte.

HB STUTTGART. Der Jackpot klettert damit auf den dritthöchsten Stand aller Zeiten. Die bundesweit rund 24 000 Annahmestellen seien auf eine verstärkte Nachfrage der Tipper vorbereitet.

Die erste Gewinnklasse war seit dem 20. Dezember 2008 nun in zehn aufeinanderfolgenden Ziehungen nicht mehr besetzt. Auch bei der letzten Samstagsziehung hatte bundesweit kein Spieler die sechs richtigen Gewinnzahlen 2, 12, 14, 16, 36 und 46 auf einem Schein mit der passenden Superzahl 0 angekreuzt. Zwar hatten bundesweit vier Spielteilnehmer die sechs Richtigen korrekt getippt - zum ganz großen Glück fehlte ihnen jedoch die richtige Superzahl. Die Lottospieler aus Bayern, Bremen und Nordrhein-Westfalen erhalten für ihren Sechser aber immerhin jeweils rund 854 000 Euro.

Einen höheren Jackpot gab es bisher nur im Oktober 2006 mit 37,6 Mio. Euro und im Dezember 2007 mit 45,3 Mio. Euro. Lotto bewertet die Chancen auf einen Hauptgewinn am Mittwoch als besonders gut: „Vier der fünf größten Lotto-Jackpots wurden bei der jeweiligen Mittwochsziehung geknackt.“

Der pralle Gewinntopf zog schon zu Wochenbeginn erneut die Spieler magisch an. Der Jackpot sorgte teilweise für lange Schlangen und Wartezeiten in vielen Lotto-Annahmestellen. „Bei uns ist es wunderbar voll“, sagte Claudia Bott, Mitinhaberin eines Lottogeschäfts in Düsseldorf. Der Umsatz sei in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Teilweise hätten die Leute bis auf die Straße gestanden. „Man merkt deutlich, viele machen geraden in diesen unsicheren Zeiten den letzten Euro locker“, sagte Bott.

Auch bei Kurt Mölders in Düsseldorf war das Jackpot-Fieber deutlich zu spüren. „Die Kunden geben sich die Klinke in die Hand“, sagte er. Den großen Ansturm auf seine Lotto-Annahmestelle hat er aber noch nicht bemerkt. „Richtig schlimm wird es erst, wenn der Jackpot auf über 30 Mio. Euro steigt“, weiß Mölders aus Erfahrung. Im Hamburger Tabakstübchen Jäger war das Lotto-Geschäft am Montagvormittag hingegen schwach. „Das wird wohl erst am Mittwoch richtig losgehen“, sagte der Inhaber.

In München hingegen war vom Lottofieber wenig zu spüren. „Es ist nicht mehr so wie früher“, sagte Joseph Meier, der in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes hinter dem Tresen einer Lotto-Annahmestelle sitzt. „Die Leute haben kein Geld mehr.“ Jetzt, mit dem hohen Jackpot, sei schon etwas mehr los, aber es bildeten sich keine Schlangen mehr, wie früher bei hohen Jackpots.

Die bundesweiten Spieleinsätze lagen bei der Samstagsziehung bei rund 85,5 Mio. Euro, wie der Sprecher berichtete. Dies waren über 27 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Die Zahl der bundesweiten Spielaufträge habe bei über 16 Mio. gelegen.

Der Gewinntopf kann maximal noch bis zur Mittwochsziehung am 4. Februar 2009 weiterwachsen, wie der Sprecher sagte. In dieser 13. Ziehung würde dann eine Zwangsausschüttung in die nächst niedrigere Gewinnklasse vorgenommen, sollte die erste Gewinnklasse auch in dieser Ziehung erneut unbesetzt bleiben. Die Jackpotsumme würde dann unter allen Gewinnern der zweiten Klasse (Sechs Richtige) aufgeteilt.

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