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Loveparade-Katastrophe: „So stelle ich mir Krieg vor“

Bei der Massenpanik auf dem Loveparade-Gelände in Duisburg sind am Samstag einige Menschen nur knapp dem Tod entronnen. Ein Augenzeuge berichtete, er sei, obwohl das Gelände schon voll gewesen sei, noch hineingekommen. Dann sei er selbst in den Tunnel geraten, der sich für viele als tödliche Falle erwiesen habe.

DUISBURG. "Da lagen schon einige Menschen am Boden, andere kletterten die Wände hoch und versuchten, über die Seiten in das Gelände hinein zu kommen. Und die Menschenmenge, die nachrückte, die liefen einfach über die am Boden liegenden drüber. Also eine richtige Massenpanik", zitiert der Sender n-tv einen Augenzeugen. Weiter berichtete der Augenzeuge: "Die Polizei hat versucht, hinein zu gehen in die Menge und die am Boden liegenden Menschen herauszuziehen. Es war aber zu voll, die Polizei hat die Menschen nicht herausbekommen, es war nichts zu machen."

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Auch seien zunächst keine Rettungskräfte vor Ort gewesen. Der Augenzeuge sagte: "Hilfskräfte waren erstmal gar nicht vorhanden, vielleicht drei, vier vom Malteser Hilfsdienst. Die konnten aber in der Masse der Menschen auch nichts machen."

Durch die Massenpanik während der Veranstaltung kamen 18 Menschen ums Leben, rund 80 Personen wurden verletzt. Auf einer Pressekonferenz von Polizei und Stadt hieß es am Abend, einige Menschen seien im Bereich eines Tunnel-Aufgangs zum Veranstaltungsgelände über Absperrgitter geklettert und abgestürzt. Der Krisenstab der Stadt entschloss sich, aus Sicherheitsgründen die Loveparade nicht abzubrechen und ließ die Notausgänge öffnen.

Zeitweise wurde der Hauptbahnhof gesperrt, weil viele auf die Gleise auswichen. Inzwischen setzt die Deutsche Bahn auch Ersatzbusse ein, um die Abreise der Besucher zu gewährleisten, deren Zahl auf mehr als eine Million geschätzt wird.

Petra Vennebusch, die als Videoreporterin vor Ort war, sagte im WDR, die Leute seien aggressiv geworden und hätten versucht, sich Zugang zum Loveparade-Gelände zu verschaffen. "Da war Ärger im Spiel", sagte Vennebusch. "Viel Alkohol, viel Drogen." Die Polizisten seien teilweise überfordert gewesen.

  • 25.07.2010, 04:36 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    Ja ja, die Loveparade, als die noch eine Loveparade war, mit echten Ravern, die die Masik kannten oder sogar machten, da waren alle Leute friedlich und happy, es gab auch nicht der Ansatz von Aggressivität.
    Der erste Ausraster begann mit der erstochenen Dealer, da kamen aggressive Drogen ins Spiel.
    Und als dann "endlich" zum Volkfest wurde, so ab 2000, da floss der Alk in Strömen und alles wurde hochaggressiv. Die Leute konnten auch mit Techno nichts mehr anfangen. Eben Volkfest der Vollprolls.
    Da war es Zeit zu gehen.
    Wie man heute sieht, war das der richtige Riecher.

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