„Lücke ist schwer zu füllen“
Gläubige in aller Welt trauern um den Papst

Mit Glockengeläut und Sirenen wurde weltweit der Tod von Papst Johannes Paul II verkündet. In Rom war auch Stunden nach der Nachricht vom Tod des Pontifex in der Nacht der Petersplatz noch prall gefüllt. Mit Beifall und stillem Gedenken verabschiedeten sich die Gläubigen von ihrem Heiligen Vater.

HB ROM/DÜSSELDORF. Mehr als 60 000 Menschen trauerten in der Nacht auf dem Petersplatz in Rom um Papst Johannes Paul II. Nach Bekanntgabe des Todes sprach Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano ein erstes Gebet mit den Gläubigen. Zunächst spendeten die Menschen auf dem weiten Platz aus Anerkennung für den Toten langen Beifall. Anschließend herrschte Schweigen unter den Anwesenden - nur die Totenglocke des Vatikans läutete.

Zahlreiche Menschen brachen in Tränen aus, viele knieten nieder. Andere beteten den Rosenkranz. „Wir fühlen uns alle als Waisen“, sagte Sodano. Über Lautsprecher forderten Prälaten die Menschen zu andächtiger Stile auf, „um dem Papst bei seinen ersten Schritten in den Himmel zu begleiten.“ Das italienische TV spielte Trauermusik, die Fahnen im ganzen Land wurden auf Halbmast gesetzt.

Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi sagte in einer Botschaft: „Italien und Rom weinen um einen Vater.“ Kurz zuvor hatte der Camerlengo (Kämmerer) des Vatikan, Eduardo Martinez Somalo, offiziell den Tod des Papstes festgestellt. Johannes Paul II. wurde der Fischerring, das Symbol der päpstlichen Macht, abgenommen. Damit ist das Pontifikat von Johannes Paul II. offiziell beendet, hieß es in Rom.

Bereits am frühen Abend hatten sich Zehntausende vor dem Petersdom versammelte. Nach der Todesnachricht strömten weitere Zehntausende durch die Innenstadt in Richtung Vatikan. Streckenweise brach der Verkehr zusammen. Der Zivilschutz erwartet für die bevorstehenden Trauertage Hunderttausende Pilger in Rom. Es wurden eigens Sportzentren und Turnhallen als Schlafplätze vorbereitet.

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