Luftfahrt
Feucht-fröhlicher Rundflug in Russland endet tödlich

In Südrussland hat die Ehefrau eines betrunkenen Piloten in der Luft das Steuer eines Kleinflugzeugs übernommen. Nicht nur, dass die Frau nicht fliegen konnte, sie war auch selber schwer angeheitert. Der Doppeldecker stürzte ab, vier Menschen starben.

HB STAWROPOL. Von den fünf Menschen an Bord der Maschine vom Typ Antonow-2 habe nur eine Frau schwer verletzt überlebt, teilten die Ermittler in der Stadt Stawropol der Tageszeitung „Kommersant“ vom Mittwoch mit.

Der Rundflug hatte von Anfang an unter einem schlechten Stern gestanden. Vor dem Start wurde vergessen, die Schraubzwingen zur Fixierung des Querruders zu entfernen, so dass das Flugzeug in der Luft nur mit Mühe zu manövrieren war. Zudem zwängten sich die fünf Insassen in das nur für zwei Piloten vorgesehene Cockpit, was das Flugzeug zusätzlich ins Schlingern brachte. „Alle Personen an Bord waren betrunken“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Bereits 1994 hatte ein 15-Jähriger den Absturz eines russischen Airbus verursacht. Damals ließ der Pilot seinen 15 Jahre alten Sohn die Maschine mit 75 Menschen an Bord steuern. Tonbandaufnahmen ergaben, dass der Junge im Cockpit aus Versehen den Autopiloten ausschaltete. Als er gegen das Steuer fiel, ging die Maschine in den Sturzflug über und riss alle Menschen an Bord in den Tod.

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