Luftfahrtbundesamt ermittelt
Kampfjets fangen Kleinflugzeug ab

Zwei Phantom-Jagdflugzeuge der Bundeswehr haben am Montagabend ein polnisches Kleinflugzeug über Baden-Württemberg abgefangen und zum Flughafen Stuttgart geleitet. In der einmotorigen Piper PA 46 war die komplette Bordelektronik ausgefallen, so dass der Pilot in den Wolken quasi ohne Orientierung flog, wie Oberstleutnant Hartmut Beilmann vom Pressezentrum der Luftwaffe in Köln-Wahn berichtete.

HB STUTTGART. An Bord der Propellermaschine, die in Wroclaw gestartet war und nach Stuttgart wollte, befand sich noch eine Frau als Passagier. Die Polizei in Baden- Württemberg registrierte Anrufe besorgter Bürger, die der Lärm der zwei „Phantom“-Jets beunruhigt hatte.

Schon im polnischen Luftraum hatte die Maschine „Piper TA 46“ keine Signale mehr gesendet. NATO-Überwachungsstellen hatten dem Führungszentrum der Luftwaffe in Kalkar am Niederrhein die verdächtige Maschine gemeldet. Das Zentrum habe daraufhin Alarm ausgelöst und zwei „Phantom F-4-F“ des Gefechtsstand Neuburg an der Donau in Marsch gesetzt. Die Kampfflugzeuge hätten die fünfsitzige Propeller-Maschine im Sichtkontakt nach Stuttgart-Echterdingen begleitet. Die „Piper“ sei dort gegen 19.45 Uhr gelandet. In die Ermittlungen sei auch das Luftfahrtbundesamt eingeschaltet, hieß es.

Das Zentrum in Kalkar wurde nach den Terroranschlägen in New York vom 11. September eingerichtet und ist seit einem Jahr in Betrieb.

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