„Lufthansa-Raub“ in New York: Leichen im Keller führen nach 35 Jahren zum Täter

„Lufthansa-Raub“ in New York
Leichen im Keller führen nach 35 Jahren zum Täter

Martin Scorses diente der Raub einst als Inspiration für seinen Mafia-Hit „Goodfellas“ – jetzt steht der millionenschwere Raubüberfall auf einen Lufthansa-Hangar vor der Aufklärung. Das FBI triumphiert nach 35 Jahren.
  • 0

New YorkEs war einer der spektakulärsten - und vermeintlich einträglichsten - Raubüberfälle in der Kriminalgeschichte der USA. Mitten in der Nacht zum 11. Dezember 1978 fuhr mehr als ein halbes Dutzend Schurken mit einem Laster vor die Lufthansa-Frachthalle des New Yorker Kennedy-Flughafens.

Mit Skimasken getarnt und Pistolen im Anschlag verschafften sie sich Zugang zum Tresorraum. Mit Handschellen ketteten die Gangster die Airport-Angestellten zusammen. „Wir kriegen Deine Familie, wenn Du nicht aufschließt“, drohten sie einem Beschäftigten, als sie ihm die Pistole an die Schläfe hielten.

Dann verluden die Räuber seelenruhig ihre Beute: Fünf Millionen Dollar und italienische Lira in bar (heutige Kaufkraft 13 Millionen Euro). Dazu Gold, teure Perlen und Schecks. „Das ganze lief wie ein Uhrwerk ab“, sagte ein Sprecher des Flughafens damals. Das Geld war von der Commerzbank gekommen. Die Afghanistan Bank hatte es nach dem Putsch der Opposition über Frankfurt außer Landes gebracht.

Der Hollywood-Regisseur Martin Scorsese nahm den Raub als Vorlage für seinen Mafia-Hit „Good Fellas“. Auch die Fahndung nach den Tätern war filmreif - und extrem frustrierend für die Polizei. Die Verdächtigen tauchten zwar nach und nach auf, jedoch fast immer als Mordopfer. Mit Kugeln im Körper lagen sie in ihren Wohnungen, in Autos, auf der Müllkippe. New Yorks Mafia führte einen Krieg um die Beute - von einem Geldsegen konnte für viele der Räuber keine Rede sein.

Seite 1:

Leichen im Keller führen nach 35 Jahren zum Täter

Seite 2:

FBI hat Fahndung nie aufgegeben

Kommentare zu " „Lufthansa-Raub“ in New York: Leichen im Keller führen nach 35 Jahren zum Täter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%