Magnetschwebebahn
Hintergrund zur Transrapid-Teststrecke

Seit 1984 fährt die Magnetschwebebahn Transrapid auf Europas längster Teststrecke im Emsland. Auf der 31,5 Kilometer langen Versuchsanlage erreicht die Schnellbahn Geschwindigkeiten bis zu 450 Stundenkilometern.

HB HANNOVER. Die Transrapid-Strecke im Emsland gilt als derzeit größte Testanlage für Magnetschwebefahrzeuge in der Welt. Die Strecke mündet im Norden und Süden in zwei Wendeschleifen - dazwischen liegt ein zwölf Kilometer langer Abschnitt, auf dem die Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden. Die Versuchsanlage liegt zwischen den Gemeinden Dörpen und Lathen im Kreis Emsland nahe der holländischen Grenze.

Baubeginn der Teststrecke war 1980, der erste Bauabschnitt, die 20 Kilometer lange Nordschleife, wurde 1984 fertig gestellt. Die höchste auf der Versuchsstrecke erreichte Geschwindigkeit betrug 1993 rund 450 Stundenkilometer. Die Teststrecke ist auch als Ausflugsziel beliebt. An vier Tagen in der Woche können Passagiere in der Bahn mitfahren.

Die Magnetschnellbahn Transrapid wäre ohne die Erfindung des aus Nortrup bei Osnabrück stammenden Ingenieurs Hermann Kemper nicht denkbar gewesen. Er baute bereits 1933 eine Schaltung für das Schweben nach dem Prinzip der elektromagnetischen Anziehung. Der Transrapid verfügt über ein berührungsfreies Antriebs- und Bremssystem, „schwebt“ also auf der eingleisigen Trasse.

Der Transrapid wird von den Firmen Thyssen-Krupp und Siemens gebaut. In China gibt es derzeit die einzige kommerzielle Transrapidstrecke der Welt, sie verbindet den Flughafen Schanghais mit dem Finanzzentrum der Millionenstadt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern pro Stunde überwindet der Transrapid die 30 Kilometer in acht Minuten. Geplant ist eine Verlängerung um 160 Kilometer bis Hangzhou. Im Herbst soll über den Bau einer Flughafen-Anbindung in München entschieden werden.

Die Mitarbeiter des chinesischen Bahnbetreibers werden auf der deutschen Versuchsanlage geschult. Zudem dürfen Besucher in der Magnetschwebebahn mitfahren. Im Schnitt kommen mehr als 1000 Gäste am Tag zur Anlage.

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