Aus aller Welt
Mai-Krawalle deutlich heftiger

Die Ausschreitungen zum 1. Mai sind in diesem Jahr deutlich heftiger ausgefallen als in den Jahren zuvor. Insbesondere in Berlin waren tausende Polizisten im Einsatz, zahlreiche Demonstranten wurden festgenommen.

HB BERLIN/HAMBURG. Die Krawalle zum 1. Mai in Berlin sind in diesem Jahr deutlich heftiger ausgefallen als in den Vorjahren. Die Ausschreitungen seien stärker gewesen als 2008 und es habe mehr Festnahmen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag in Berlin. Auch in Hamburg lieferten sich Linksautonome stundenlange Straßenschlachten mit der Polizei.

Im Anschluss an eine zunächst friedliche "Revolutionäre 1. Mai Demo" warfen Anhänger der linksautonomen Szene im Berliner Stadtteil Kreuzberg mit Steinen und Flaschen auf Polizisten. Die Ausschreitungen konzentrierten sich auf den Bereich um das Kottbusser Tor. Dort ließen sich zahlreiche Demonstranten auf der Straße nieder, nachdem die Kundgebung von den Veranstaltern für beendet erklärt worden war. Müllcontainer brannten, außerdem beschädigten die Randalierer Bushäuschen und eine Ampel.

Die Berliner Ausschreitungen keimten immer wieder neu auf und zogen sich bis in die späten Nachtstunden hin. Die Polizei sprach von einer teilweise "extremen" Situation. Insgesamt soll es laut Sicherheitskreisen rund 200 Festnahmen gegeben haben. Rund 6 000 Polizisten waren allein in Berlin im Einsatz. Es gab zahlreiche Verletzte auf beiden Seiten. Nach schweren Berliner Mai-Krawallen in früheren Zeiten waren die Ausschreitungen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Nicht zuletzt wegen der Wirtschaftskrise war in diesem Jahr wieder mit stärkeren Ausschreitungen gerechnet worden.

Auch im Hamburger Schanzenviertel war es die zweite Nacht in Folge zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Polizei gekommen. Etwa 20 Randalierer wurden vorläufig festgenommen. Die Autonomen bewarfen die Beamten über mehrere Stunden hinweg mit Flaschen und Steinen, auch ein Auto habe gebrannt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen die Randalierer vor. Erst gegen 3 Uhr beruhigte sich die Lage in dem Szeneviertel. Ob es bei den Auseinandersetzungen Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt.

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