Malone will Anteil an News Corporation erhöhen
Rupert Murdoch gegen John Malone

Die Freundschaft zwischen News Corporation-Chef Rupert Murdoch und dem Liberty Medi-Konzern unter John Malone hielt nicht lange. Heute verteidigt Murdoch sein Medienimperium - mit einer "Giftpille gegen fremden Einfluss.

Medienmogule mögen einander, dachte die Finanzwelt lange. Schließlich gaben sich News Corporation-Chef Rupert Murdoch und John Malone, seines Zeichens Chef von Liberty Media, stets wie gute Freunde. „Liberty war immer ein willkommener Aktionär bei News Corporation“, tönte Murdoch noch im Januar.

Das ist nun vorbei. Heute gibt es keine Freundschaft mehr. Und Murdoch käme nicht im Traum darauf, seinen Ex-Freund Malone als Aktionär willkommen zu heißen. Im Gegenteil: Jetzt verprellt er ihn.

Malone hatte vergangene Woche angekündigt, seinen Anteil an News Corporation von neun auf siebzehn Prozent erhöhen zu wollen. Einige Analysten vermuteten bereits Übernahmegedanken bei dem Amerikaner, andere spekulierten, er wolle lediglich einen so großen Anteil an Aktien erwerben, dass er ihn eines Tages gegen einen Teil von Murdochs Medien-Imperium eintauschen könnte, den US-Fernsehkanal Fox etwa.

Doch was auch immer hinter der Ankündigung steckte, Murdoch ging sie zu weit. Der Australier möchte die Kontrolle über sein Imperium behalten. Und reagierte mit dem, was im Englischen als „Giftpille“ bezeichnet wird: Falls eine Partei mehr als 15 Prozent der Aktien hält, werde seine News Corporation weitere Aktien zum halben Preis anbieten, kündigte Murdoch an. An alle Interessenten – außer an Malone, dessen Anteil deshalb kleiner würde.

Noch ist unklar, wie Malone auf die Giftpille Murdochs reagiert. Eines scheint jedoch klar: Aus einer Freundschaft, die „immer zwischen Misstrauen und Bewunderung pendelte“, wie die englische Zeitung „Guardian“ schrieb, ist jetzt „direkte Feindschaft“ geworden.

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