Malvo droht Todesstrafe
Schuldspruch im zweiten „Sniper“-Prozess

Der 18-jährige Lee Boyd Malvo ist am Donnerstag im zweiten „Sniper“-Prozess schuldig gesprochen worden, berichtet der Nachrichtensender CNN.

HB WASHINGTON. Damit könnte er mit dem Tod bestraft werden, obwohl er zur Tatzeit minderjährig war. Über das Strafmaß wird in einer zweiten Phase entschieden. Malvo und dem bereits zum Tode verurteilten älteren John Allen Muhammad werden zehn Morde im Oktober vergangenen Jahres im Raum Washington angelastet.

Malvo habe bei der Verlesung des Urteils keinerlei Emotionen gezeigt, berichteten Zeugen. Der Teenager hatte seine Beteiligung an den Morden gestanden. Seine Verteidiger hatten jedoch argumentiert, dass Malvo im juristischen Sinne unschuldig sei, da ihn Muhammad einer Gehirnwäsche unterzogen habe und der Teenager deshalb nicht in der Lage gewesen sei, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Rechtsexperten erklärten am Donnerstag, diese Argumentation könne in der zweiten Phase eine Rolle spielen, wenn es um das Strafmaß gehe. Die Geschworenen könnten es berücksichtigen und Malvo damit die Todesstrafe ersparen.

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