Massen-Evakuierung
„Sandy“ sorgt für Chaos in New York

Hunderttausende New Yorker müssen fliehen, Tausende Flüge wurden gestrichen: Der Wirbelsturm sorgt schon vor seiner Ankunft an der US-Ostküste für Katastrophenstimmung. Bis weit ins Landesinnere dürfte er zu spüren sein.
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New York/Washington/Frankfurt am Main375.000 Bewohnern der Millionenstadt New York müssen wegen des drohenden Hurrikans „Sandy“ ihre Häuser verlassen. Das ordnete New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg am Sonntag an. Betroffen sind vor allem die niedriger gelegenen Stadtteile im Süden Manhattans, darunter auch das beliebte Tribeca, in dem nach der Zerstörung vom 11. September 2001 Tausende neue Wohnungen geschaffen worden waren.

Hamsterkäufe führten bereits zu ersten Engpässen. Viele Supermärkte von Washington bis New York hatten am Sonntag kein Wasser mehr, Regale waren leer. Auch Batterien und Lebensmittel in Dosen wurden knapp. Experten fürchten, dass sich der Schaden allein durch den Wind auf über drei Milliarden Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) belaufen könne.

„Dies ist ein ernstzunehmender und gefährlicher Sturm“, warnte Bloomberg. Die erste Ausläufer wurden bereits in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) erwartet, die volle Wucht des Megasturms sollte jedoch erst am Montag auf New York und die Nachbarstaaten treffen. Die Bewohner sollten in Evakuierungszentren unterkommen. Am Dienstagmorgen sollte „Sandy“ den Vorhersagen zufolge zwischen den Bundesstaaten Delaware und New Jersey auf die US-Ostküste treffen.

Der Bundesstaat New York kündigte zudem vorsorglich die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs an. Das Fahrverbot für Busse, U-Bahnen und Regionalzüge gelte ab Sonntag 19.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MEZ), verfügte Gouverneur Andrew Cuomo. Der Sturm dürfe „nicht auf die leichte Schulter genommen werden“. Die New Yorker Busse und U-Bahnen werden täglich von 8,5 Millionen Fahrgästen genutzt.

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