Massen-Gentest nach Selbstmord des Attentäters abgebrochen
Briefbombenattentäter sprengte sich in die Luft

Ein Briefbomben-Attentäter, der im letzten halben Jahr innerhalb Bayerns neun Briefbomben verschickt hat, hat sich selbst das Leben genommen. Zuvor hatte die Polizei einen Massen-Gentest veranlasst.

HB BERLIN.

Ein halbes Jahr nach Beginn einer Briefbomben-Serie in Bayern hat sich der Attentäter selbst getötet. Bei dem Unbekannten, der sich am Freitag nahe der bayerischen Gemeinde Hutthurm in die Luft sprengte, habe es sich um den Mann gehandelt, nach dem mit einem Massen-Gentest gefahndet worden sei, teilte das bayerischen Landeskriminalamt mit. Das habe ein DNA-Vergleich ergeben, sagte ein Sprecher am Samstag. Die genaue Identität des Toten konnten die Ermittler bislang nicht klären.

Der Mann soll mindestens neun Briefbomben verschickt haben. Die Polizei fahndete nach ihm mit einem Reihen-Gentest. Der Test, der noch bis Sonntag dauern sollte, wurde sofort abgesagt. Am Freitag hatten bereits rund 600 Hutthurmer Speichelproben abgegeben.

Nach einem Bericht der «Passauer Neuen Presse» hatten Augenzeugen am Freitagnachmittag eine starke Explosion, beobachtet, bei der der Mann sofort ums Leben gekommen sei. Der Mann habe offenbar seine Kleidung mit Gas gefüllt und sich auf einem Feld angezündet, schreibt die Zeitung.

Nach der Serie von Briefbombenattentaten hatte die Polizei 2300 Männer in der Gemeinde bei Passau zu einem Massen-Gentest aufgerufen. Alle männlichen Einwohner zwischen 17 und 70 Jahren sollten bis Sonntag eine Speichelprobe abgeben.

Der Attentäter hatte seit April insgesamt neun Briefbomben an Politiker, Beamte und den polnischen Generalkonsul versandt. In einem Fall war eine Sekretärin bei der Zündung eines Sprengsatzes leicht verletzt worden. Die anderen Bomben detonierten nicht.

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