Massive Proteste
Dänen fürchten arabischen Käuferboykott

Dänische Exportunternehmen haben am Donnerstag aus Sorge vor einem Käuferboykott in arabischen Ländern die Schaltung von großen Zeitungsinseraten angekündigt.

HB KOPENHAGEN. Wie das Lebensmittelunternehmen Arla am Freitag bestätigte, soll auf diese Weise zunächst in Saudi-Arabien auf massive Proteste in der islamischen Welt gegen die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in der größten dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ reagiert werden. Die Regierung von Saudi-Arabien hatte am Vortag den Abzug des eigenen Botschafters aus Kopenhagen wegen dieser bereits vor vier Monaten veröffentlichten Zeichnungen angeordnet.

Der dänische Außenminister Per Stig Møller erklärte zu dem diplomatischen Schritt, man wolle sich um eine einvernehmliche Lösung des Konfliktes mit Saudi-Arabien bemühen. Er habe alle Botschafter aus seinem Haus in islamischen Ländern angewiesen, bei den jeweiligen Regierungen zu verdeutlichen, dass es nicht dänische Politik sei, religiöse Gefühle anderer zu verletzen. Ähnliches soll nun auch in den geplanten Zeitungsinseraten stehen, hieß es in Kopenhagen.

Die Mohammed-Zeichnungen waren in der betont islam-kritischen Zeitung „Jyllands-Posten“ veröffentlicht worden. Diese hatte die Veröffentlichung trotz des im Islam geltenden Verbotes von Abbildungen mit dem Propheten als Aktion zur Verteidigung der Meinungsfreiheit gegen den zunehmenden Druck islamischer Fundamentalisten begründet.

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