Mauerstück: Kompromiss bei East Side Gallery zeichnet sich ab

Mauerstück
Kompromiss bei East Side Gallery zeichnet sich ab

Dass ein großes Stück der Berliner Mauer abgerissen werden sollte, führte zu heftigem Protest. Nun sollen sich die Investoren wohl einen Durchbruch teilen — mehr der East Side Gallery würde bestehen bleiben.
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BerlinIm Streit um die Berliner East Side Gallery zeichnet sich ein möglicher Kompromiss ab. Demnach könnte für die beiden geplanten Wohnhäuser hinter dem Abschnitt der früheren Berliner Mauer unter bestimmten Voraussetzungen auf weitere Durchbrüche verzichtet werden, sagte ein Sprecher des Investors Living Bauhaus am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Stattdessen würde nach seinen Angaben dann ein bereits bestehender Durchbruch um sechs Meter erweitert und von den zwei Investoren geteilt.

"Wir sind grundsätzlich bereit zu diesem Kompromiss unter dem Vorbehalt, dass er technisch und statisch umsetzbar ist", sagte der Firmensprecher. Living Bauhaus will die notwendige Umplanung jetzt prüfen lassen. Dies könne mehrere Wochen in Anspruch nehmen, sagte der Sprecher.

Der neue Plan wurde nach Angaben des Bezirksbürgermeisters von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), am Mittwoch bei einem Gespräch zwischen Investoren, Bezirk und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vereinbart. Die Firma Living Bauhaus sowie der andere Investor, der aus Israel kommt, hätten sich bereit erklärt, ihre Planungen so zu ändern, dass sie sich eine knapp elf Meter breite Durchfahrt teilen, sagte Schulz der AFP. Die derzeit rund fünf Meter breite Lücke, die nach dem neuen Plan um sechs Meter erweitert werden soll, führt laut Schulz zum sogenannten Oststrand an der Spree. Ein bereits genehmigter, etwa 22 Meter breiter, zusätzlicher Durchbruch solle nach dem neuen Plan wegfallen.

Seit Anfang März hatte es Proteste gegen das Schlagen neuer Löcher in die East Side Gallery für die Bauprojekte gegeben. Die East Side Gallery ist der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer. Er wurde seit 1990 von Künstlern mit großformatigen Wandbildern bemalt und zieht jedes Jahr hunderttausende Touristen an.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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