„Maximaler Profit“
Apotheken prellten Krankenkassen um 1,7 Millionen

Mit falschen Medikamenten-Abrechnungen haben zwei Apotheken in Niedersachsen die Krankenkassen um 1,7 Millionen Euro geprellt.

HB HANNOVER. „Sie wollten maximalen Profit“, sagte der Leiter der AOK- Ermittlungsgruppe gegen Abrechnungsbetrug, Peter Scherler, am Freitag in Hannover. Er bestätigte damit einen Bericht der „Neuen Presse“. Eine Krankenhaus-Apotheke, die Arzneimittel günstiger bezieht, hat Rezepte über eine normale Apotheke zum Höchstpreis mit den Kassen abgerechnet.

Die Klinik-Apotheke habe sich nun verpflichtet, 1,7 Millionen Euro zurückzuzahlen, sagte Scherler. Die betrügerischen Geschäfte liefen laut AOK von Anfang 2004 bis Ende März. Dabei ging es unter anderem um Krebs-Medikamente.

Krankenhaus-Apotheken, die Medikamente günstiger beziehen, müssen die niedrigen Preise an die Kassen weitergeben. Außerdem hätte die betroffene Klinik-Apotheke in Niedersachsen die Rezepte gar nicht annehmen dürfen, weil sie laut Scherler den dafür notwendigen Vertrag mit den Krankenkassen nicht hatte.

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