Medien reagierten empört auf Tabubruch
Mohammed el Fayed verklagt CBS

Mohamed el Fayed, Vater des letzten Liebhabers von Prinzessin Diana, Dodi el Fayed, hat den US-Sender CBS für die Sendung von Bildern der sterbenden Diana verklagt. Bereits vergangene Woche solle die Klage eingereicht worden sein.

HB NEW YORK. Nachdem der US- Fernsehsender CBS in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag überraschend Bilder der sterbenden Diana in der Sendung "48 Hours" veröffentlicht hatte, hat sich Dodi el Fayed nun erneut öffentlich geäußert. Sein Sohn war ebenfalls an den Folgen des Unfalls vor sechs Jahren gestorben.

Seither hat der Multimillionär el Fayed immer wieder die Ansicht vertreten, dass Prinzessin Diana und Dodi el Fayed Opfer eines Attentats unter Beteiligung des britischen Geheimdienstes geworden seien. Auch die Untersuchungsergbnisse der französischen Ermittler, die diesen Verdacht nicht erhärten, konnten el Fayed nicht überzeugen. Aus den französischen Ermittlungsakten sollen nach Angaben von CBS auch die jetzt veröffentlichten, unscharfen Fotos von den ersten Minuten am Unfallort in Paris stammen.

Auf die Veröffentlichung der Bilder vom 31. August 1997, die bisher als Tabu galt, reagierten andere Medien empört und erklärten die Ausstrahlung der Fotos als Pietätlos. Mohammed el Fayed hatte sich bereits am Donnerstag nach der Ausstrahlung zu Wort gemeldet und CBS für die Sendung scharf kritisiert. Der Besitzer des englischen Kaufhauses "Harrods" sagte:" Das ist vernichtend für mich sowie für Prinz William und Prinz Harry."

Kaum eine Woche nach der Ausstrahlung berichtete der Sender Fox News am Mittwoch, dass eine Klage Dodi el Fayeds gegen CBS bereits in der vergangenen Woche in Los Angeles eingereicht worden sei. Fox News beruft sich dabei nicht auf Mohammed el Fayed selbst sondern auf seinen Anwalt. Die Klage soll CBS vorwerfen, die Privatsphäre von Prinzessin Diana und Dodi el Fayed verletzt zu haben. Außerdem habe die Ausstrahlung der Bilder sechs Jahre nach dem tödlichen Unfall zusätzliches Leid bei den Angehörigen der Unfallopfer angerichtet.

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