Meeresgetier-Wettessen
„Vielfraß-Königin“ in Japan gekürt

Bei einem Meeresgetier-Wettessen auf Japans nördlicher Hauptinsel Hokkaido ist eine junge Frau zur "Vielfraß-Königin“ gekürt worden. Die junge Japanerin gewann eine Reise in eine für ihre Buchweizennudeln bekannte Provinz.

HB TOKIO. Zehn Kandidaten wetteiferten darum, wer innerhalb von 30 Minuten zwei Portionen Seeigel-Eier, je 500 Gramm Lachseier und Krebsfleisch, drei Scheiben rohen Tintenfisch und zehn Stück Muschelfleisch kredenzt auf fast vier Liter gekochtem Reis verdrücken kann. Siegerin wurde am Ende die 20 Jahre alte Natsuko Sone, obgleich auch sie nicht das gesamte rund 30 000 Yen (rund 220 Euro) teure Wettkampf-Menü geschafft habe, hieß es. Die junge Japanerin gewann eine Reise in eine für ihre Buchweizennudeln bekannte Provinz. Es ist nicht der einzige Ess- Wettbewerb in Japan. Auch das Fernsehen des Landes zeigt immer wieder derlei Spektakel. Dies geht so weit, dass die so genannten „Viel- Fressern“ mit den „Schnell-Fressern“ rivalisieren. Die „Viel-Fresser“ werfen ihren Gegnern dabei vor, dass Essen einfach nur herunterzuschlingen, ohne es zu schätzen und sich an dem Geschmack zu erfreuen.

Derartige Kritik hat inzwischen dazu geführt, dass die Anzahl solcher Ess-Wettbewerbe im japanischen Fernsehen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Ein kulinarisches Wetteifern der harmlosen Art haben dagegen 1 000 Bewohner der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa über das Wochenende veranstaltet. Sie rollten mit ihren Händen Japans längste mit Tunfisch gefüllte Reisrolle: 500 Kilometer misst das aus 270 Kilogramm gesäuertem Reis und 70 Kilogramm rohem Tunfisch geformte „tekka maki“, wie die Zeitung „Tokyo Shimbun“ berichtete.

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