Mehr als 120 Tote befürchtet
Fähre vor Kamerun gesunken

Vor der Küste von Kamerun ist am Donnerstag eine Fähre mit 150 Passagieren gesunken. Es wird befürchtet, dass dabei über 120 Menschen ums Leben kamen.

HB YAOUNDE. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks entdeckten Fischer das sinkende Boot in der Nähe des Hafens Kribi und retteten 23 Schiffbrüchige. Als die offiziellen Rettungskräfte an der Unglücksstelle eingetroffen seien, hätten zahlreiche Leichen im Atlantik getrieben, berichtete der Radiosender. Einige Überlebende klammerten sich verzweifelt an Teilen des Schiffswracks fest, andere versuchten an Land zu schwimmen. Das Boot war unterwegs von Nigeria nach Gabun. Unter den Passagieren befanden sich Bürger aus Nigeria, Burkina Faso, Benin und Mali.

Ein Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes sagte, es sei noch zu früh, um die Zahl der Toten zu benennen. „Die See war sehr rau. Es herrschte hoher Wellengang“, erklärte Francois Mahouwa vom Roten Kreuz. Das Holzboot hätte viele Passagiere transportiert und sei zudem mit Gütern schwer beladen gewesen.

In der Region kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Schiffsunglücken, bei denen Boote meist überladen waren und zudem selten über eine Funkausrüstung für Notfälle verfügten. Im vergangenen Juli starben rund 30 Menschen bei einem Unglück an der gleichen Stelle vor der Küste Kameruns. 1998 ertranken mindestens 280 Menschen, als ihr Schiff auf dem Weg von Nigeria nach Gabun sank.

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