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Mehr als 40 Tote bei Tornados in den USA

Der Südosten der USA ist von einer Serie heftiger Tornados heimgesucht worden. Die Sturmböen fegten am späten Dienstagabend über vier US-Staaten hinweg und deckten dabei Häuser ab, entwurzelten Bäume und ließen Strommasten umkippen. In Tennessee lösten die Winterstürme ein Großfeuer in einem Gaswerk aus, das eine Wohnsiedlung verwüstete.

HB MEMPHIS. Sechs heftige Tornados haben im Südosten der USA mindestens 44 Menschen in den Tod gerissen. Die Sturmböen fegten am späten Dienstagabend über vier US-Staaten hinweg und deckten dabei Häuser ab, entwurzelten Bäume, ließen Strommasten umkippen und brachten ein Einkaufszentrum teilweise zum Einsturz. Hunderte Menschen wurden verletzt. Die Rettungskräfte gingen am Mittwoch in dem am schlimmsten betroffenen Orten von Haus zu Haus, um nach weiteren Opfern zu suchen, wie die Behörden mitteilten.

Allein im Staat Tennessee kamen mindestens 24 Menschen ums Leben. Arkansas meldete mindestens 13 Todesopfer, Kentucky sieben. Betroffen war auch der Staat Mississippi. Die Winterstürme waren vermutlich auch der Auslöser für eine Explosion mit nachfolgendem Großbrand in einem Gaswerk in Tennessee.

Unter den Toten in Arkansas waren auch ein Ehepaar und seine elfjährige Tochter aus der 3 000-Seelen-Gemeinde Atkins, rund 100 Kilometer nordwestlich von Little Rock. Ein Tornado war direkt auf das Wohnhaus der Familie getroffen. „Nachbarn und Freunde, die dort waren, sagten „da war mal ein Haus'“, erklärte ein Polizeisprecher. Das Rote Kreuz funktionierte ein Wahllokal für den „Super Tuesday“ zur Notstation für die Behandlung Verletzter um. Die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten und Republikaner unterbrachen vielerorts ihre Wahlreden, um ihr Mitgefühl für die Opfer zu bekunden.

In Memphis brachten heftige Windböen Teile eines Einkaufszentrums zum Einsturz. In der Nähe suchten mehrere Menschen Schutz unter einer Brücke und wurden von einem Fluss fortgerissen. Sie konnten nach Polizeiangaben aber nahezu unverletzt geborgen werden. Schäden gab es auch in zwei Wohnheimen der Union University in Jackson. Acht Studenten waren stundenlang unter den Trümmern gefangen und erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt mussten 51 Studenten zeitweise ins Krankenhaus gebracht werden, wie Universitätsrektor David Dockery erklärte. In Mississippi deckte der Sturm nach Polizeiangaben Häuser ab, einige Lagerhäuser wurden nahezu völlig zerstört. Es gab Stromausfälle und viele Straßen waren kaum mehr zu befahren.

Nach dem Brand in dem Gaswerk rund 60 Kilometer nordöstlich von Nashville lagen zunächst keine genauen Opferzahlen vor. Das Feuer breitete sich schnell auf umliegende Wohnhäuser in der ländlichen Gegend aus, Stichflammen schossen bis zu 150 Meter in die Höhe. „Es war wie eine Explosion. Es sah so aus, als würde die ganze Stadt brennen“, sagte Ashley Beff, die rund acht Kilometer vom Gaswerk entfernt wohnt. Bis zum Mittwochmorgen (Ortszeit) hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht, das Gaswerk wurde jedoch vorerst geschlossen. Die Sturmfront zog am Mittwoch weiter nach Alabama, wo sie an Kraft verlor, aber heftige Regenfälle mit sich brachte.

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