Mehr als 400 Verletzte
Erdbeben in Japan und in der Türkei

Eine Serie heftiger Erdbeben hat am Wochenende den Nordosten Japans erschüttert. Mehr als 420 Menschen wurden dabei verletzt. Auch im Südwesten der Türkei bebte am Samstag die Erde, das Zentrum lag in dem Ort Buldan in der Provinz Denizli. Auch hier gab es Verletzte.

dpa TOKIO/DENIZLI.Seit dem ersten schweren Beben der Stärke 5,5 auf der Richterskala in der Samstagnacht schreckten zahlreiche Nachbeben bis zu der Stärke 7,1 die Bewohner in der Provinz Miyagi rund 300 Kilometer nordöstlich von Tokio auf. Die Gegend ist bei Touristen vor allem für seine heißen Quellen und die Kalksteinterrassen von Pamukkale bekannt. Zehn Menschen wurden verletzt, als sie in Panik von Balkonen oder aus Fenstern sprangen.

Die Erschütterungen, die bis in die Küstenstadt Izmir zu spüren waren, erreichten eine Stärke von 5,6 auf der Richterskala und versetzten die Bevölkerung in Panik. Mehr als 100 Häuser wurden nach Angaben der Behörden beschädigt. In Buldan und umliegenden Dörfern verbrachten viele Menschen die Nacht zum Sonntag im Freien. Der Provinzgouverneur sprach von „Glück“, dass es dort kaum mehrstöckige Häuser gebe.

In der japanischen Provinz Miyagi waren am Samstag ein halbes Dutzend Wohnhäuser zerstört und rund 900 Wohngebäude zum Teil schwer beschädigt worden. In 100 000 Häusern fiel vorübergehend der Strom aus, Straßen und Bahnstrecken mussten zeitweise gesperrt werden. Eine Bahn mit vier Waggons entgleiste, doch wurde keiner der zehn Passagiere verletzt.

Rund 2500 Bewohner wurden in der Nacht in Schulen und anderen Gebäuden untergebracht. Bis zum Sonntag war dann die Stromversorgung wieder hergestellt, und Straßensperren konnten wieder aufgehoben werden; die Trinkwasserversorgung in rund 12 000 Häusern war allerdings am Morgen noch beeinträchtigt. Die Japaner leben seit jeher mit der ständigen Gefahr von Erdbeben. Jedes Jahr bebt die Erde bei ihnen hunderte Male, meist jedoch ohne schwer wiegende Folgen anzurichten.

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