Mehr als 5000 Erkrankungen
WHO: Angaben zu SARS-Fällen in China vermutlich zu niedrig

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass nicht alle Fälle der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS in China auch gemeldet werden. Falsche Klassifizierungen gebe es vor allem in der schwer betroffenen Hauptstadt Peking, sagte am Freitag WHO-Sprecherin Mangai Balasegaram der dpa in Peking.

HB/dpa DÜSSELDORF/PEKING. Es gebe „Verwirrung“ zwischen den täglich gemeldeten neuen Patientenzahlen und den aufgelisteten Verdachtsfällen. Dadurch würden weniger Fälle des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) gezählt. „Ich denke nicht, dass es absichtlich geschieht“, sagte die Sprecherin.

Experten der WHO in Peking berieten am Freitag über dieses landesweit auftretende Problem. Es liegt den Angaben zufolge vor allem in der Falldefinition und der klinischen Einstufung von Patienten begründet. Einige milde Krankheitsverläufe würden demnach nicht als SARS-Fall klassifiziert. Landesweit (ohne Hongkong) sind in China offiziell mehr als 2 000 Verdachtsfälle und mehr als 5 000 Erkrankungen registriert worden. Zusätzlich steht eine nicht genannte Zahl von Bürgern unter medizinischer Beobachtung.

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