Mehr als 7500 Besucher
Besucherstrom am Holocaust-Denkmal

Das neue Berliner Holocaust-Mahnmal stößt bei Einheimischen und Touristen auf großes Interesse. Mehr als 7500 Besucher hätten am Pfingstwochenende das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besichtigt, teilte der Geschäftsführer der Denkmalstiftung, Hans-Erhard Haverkampf, am Montag mit. „Wir sind hart an der Kapazitätsgrenze“, sagte er. Nach Angaben der Stiftung kommen überwiegend junge Leute zu dem Areal mit mehr als 2700 Betonstelen nahe dem Brandenburger Tor.

HB BERLIN. Laut Haverkampf hat es in den ersten Tagen der Öffnung so gut wie keine Zwischenfälle gegeben. Eine Hakenkreuz-Schmiererei sei beseitigt worden. Befürchtungen, dass das Stelenfeld von jungen Besuchern zum Spielplatz umfunktioniert werden könnte, teilt die Stiftungsleitung bislang nicht.

Der Schriftsteller Martin Walser bezeichnete das Mahnmal unterdessen als „beeindruckend“. „Ich muss sagen, die Berliner haben wirklich Glück gehabt, das ist ein Kunstwerk, das ist ein richtiges Kunstwerk“, sagte Walser dem Sender Radio Vatikan am Samstag. Frühere Befürchtungen, dass im Herzen der Hauptstadt „ein fußballfeldgroßer Albtraum“ entstehen könnte, hätten sich nicht bestätigt.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der „Berliner Zeitung“ (Samstag) interessieren sich auch die Berliner stark für das neue Mahnmal. 50 % der Hauptstädter wollen sich das Denkmal ansehen. Vor allem jüngere Berliner unter 30 Jahren sind laut Umfrage neugierig. 55 % von ihnen planen einen Besuch des Mahnmals.

Schärfere Sicherheitsvorkehrungen sind laut Mahnmal-Sprecher Uwe Neumärker zunächst nicht vorgesehen. „Wir wollen kein Mahnmal, das von Zäunen eingegrenzt und mit Kameras überwacht wird“, sagte er. Vielmehr solle noch einmal eindringlich auf die Besucherordnung hingewiesen werden. Die entsprechenden Pläne sollen im » Internet veröffentlicht werden.

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