Mehr als dreizehn Millionen Euro gewonnen
Saarländer knackt Jackpot

Seit vergangenen August winkte Lotto-Spielern gleich sechs Mal ein Gewinn in zweistelliger Millionenhöhe. An Heiligabend gab es dann den vorläufigen Höhepunkt, als ein Saarländer den mit rund 13,2 Millionen Euro größten Lotto-Einzelgewinn aller Zeiten in Deutschland gewann.

HB MAGDEBURG. Nur 3 Wochen zuvor war der mit fast 17 Millionen Euro schwerste Jackpot des Jahres von mehreren Spielern geknackt worden. Doch sein schnelles Anschwellen beruht nicht auf einem ausufernden Lottofieber in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Grund war vielmehr eine Reform der Gewinnverteilung vom vergangenen August.

Mitte Dezember verzeichnete Lotto unter dem Strich bundesweit ein leichtes Umsatzminus von etwa einem Prozent. Schon 2002 waren die Umsätze der 16 Lottogesellschaften von 8,5 auf rund 8,3 Milliarden Euro zurückgegangen. „Die Menschen geben mehr Geld für das Lotto aus, wenn sie auch mehr Geld in der Tasche haben“, erklärt der Geschäftsführer von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, Wolfgang Angenendt. Bis Jahresende ist die Magdeburger Lotto-Gesellschaft federführend im Deutschen Lottoblock. Zwar bleibe die Zahl der Spieler weitgehend konstant. „Aber die Einsätze sind nicht mehr so hoch.“ Für 2004 erwartet der Geschäftsführer gleich bleibende Umsätze.

Auf mehr private Konkurrenz stellen sich die staatlichen Lottogesellschaften für die zweite Hälfte des kommenden Jahres ein. Ein Staatsvertrag lockert dann Beschränkungen für private Anbieter. Deren Spitzengewinne sind allerdings auf eine Million Euro begrenzt. Dennoch könnten manche Spieler die privaten Lotterien bevorzugen, weil diese Geld an ganz bestimmte gemeinnützige Organisationen ausschütten müssen - etwa aus dem Umweltbereich. Bei den staatlichen Anbietern geht ein Teil der Überschüsse zwar auch an gemeinnützige Organisationen, allerdings wissen die Spieler nicht, an welche.

Glücksspiel ist Domäne der Senioren

2004 werde sich am Angebot des Deutschen Lottoblocks zunächst nichts ändern, sagt Angenendt. Doch für die Zeit danach werde über Veränderungen nachgedacht, die den beiden wichtigsten Kundenwünschen Rechnung tragen sollen: mehr Gewinne in den unteren Klassen und höhere Spitzengewinne.

Im Jahr 2003 verzeichnete der Deutsche Lotto- und Totoblock bis kurz vor Weihnachten 103 neue Glücksspiel-Millionäre (2002: 128). Von ihnen machten 72 Spieler im Lotto 6 aus 49 Kasse. 23 wurden beim Spiel 77 Millionäre. Hinzu kommen ein Toto-Millionär und sieben Spieler der Glücksspirale.

Das Glücksspiel in Deutschland ist eine Domäne der Senioren: Die über 60-Jährigen bringen mehr als 35 Prozent aller Umsätze in die Gewinnspiele, obwohl sie an der Gesamtbevölkerung nur einen Anteil von 26 Prozent stellen. Die 16- bis 30-Jährigen steuern dagegen nur 7 Prozent der Einsätze bei, obwohl sie einen Anteil von 20 Prozent an der Bevölkerung haben, wie eine Untersuchung des Deutschen Lotto- und Totoblocks ergab.

Der laut Statistik besonders einsatzfreudige Spieler ist männlich, mindestens 40 Jahre alt und kommt aus dem Westen Deutschlands. Innerhalb der Gruppe dieser Vielspieler ist wiederum jeder zweite ein Rentner. Mehr als drei Viertel aller Deutschen, die sich an Gewinnspielen beteiligen, nutzen bevorzugt oder ausschließlich das Angebot an Lotterien und Wetten des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Spitzenreiter in der Beliebtheit ist Lotto mit seiner Samstags- und Mittwochsziehung: Hier spielen mehr als 40 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung mit.

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