Mehr Polizisten auf Patrouillie
Bahnchef Mehdorn „bedrückt“ über Amoklauf in Berlin

Bahnchef Hartmut Mehdorn hat sich bestürzt über den Amoklauf eines Jugendlichen nach der Lichtshow zur Eröffnung des neuen Berliner Hauptbahnhofs gezeigt.

HB BERLIN. „Das bedrückt“, sagte Mehdorn am Samstag zu dem Zwischenfall in der Nacht in der Nähe der Station. „Wenn man ein fröhliches Fest machen will, und dann passiert etwas schlimmes, dann färbt das natürlich auch auf die Stimmung ab.“ Bei Veranstaltungen mit derart vielen Menschen seien Zwischenfälle leider nicht auszuschließen. Im Hauptbahnhof selbst habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben.

Besondere Eingangskontrollen gab es Samstag nicht. Allerdings patrouillierten zahlreiche Polizeibeamte durch das Bahnhofsgelände. Bei den Besuchern und Geschäftsinhabern hatte sich der Amoklauf am Morgen indes noch kaum herumgesprochen. „Eine Kundin erzählte mir davon“, sagte der Geschäftsführer eines Eissalons, Reza Napelyani. Man mache sich schon Gedanken um den Standort. So etwas komme aber leider immer wieder vor. „Ich denke, es wird auch Krawall zur WM geben“, fügte der 30-Jährige hinzu. Sicherheitskräfte würden dann aber im Bahnhof sehr stark vertreten sein.

„Das wusste ich nicht. Das kann dann ja jedem passieren“, sagte auch Gerhard Janasik. Am Freitagabend war der Architekt aus Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) mit seiner Frau im Hotel geblieben und stattdessen am Samstag in die riesige offene Bahnhofshalle gekommen. Keine Sorgen machte er sich indes wegen der bevorstehenden Fußball-WM: „Da besteht kein Zusammenhang“. Mesude Konuk, zeigte sich gefasst. „Das passiert halt“, sagte die türkischstämmige Lehramtsstudentin, die am Haupteingang des Bahnhofes Zeitungen verteilte. Sie wolle aber nicht darüber nachdenken, wenn sie unterwegs sei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%