Mehrere „solide“ Hinweise
US-Polizei fahndet nach neuem Heckenschützen

Knapp ein Jahr nach den Heckenschützen-Morden im Raum Washington sucht die Polizei im Osten der USA nach einem möglichen neuen „Sniper“-Serientäter, der bereits drei Menschen erschossen hat.

HB/dpa WASHINGTON. Die Attacken aus dem Hinterhalt ereigneten sich in der vergangenen Woche in einem Zeitraum von fünf Tagen im Raum der Stadt Charleston im Bundesstaat West Virginia, wie der zuständige Sheriff Dave Tucker am Montag bestätigte. Nach seinen Angaben liegen inzwischen mehrere „solide“ Hinweise vor. Insbesondere werde nach einem übergewichtigen weißen Mann gefahndet.

In mindestens zwei Fällen haben Untersuchungen inzwischen ergeben, dass die Kugel aus derselben kleinkalibrigen Waffe stammte. Insgesamt weisen die Anschläge in West Virginia deutliche Parallelen zu den „Sniper“-Attacken vom Frühherbst vergangenen Jahres auf. Die Polizei hält es daher für zunehmend möglich, dass es sich um einen oder auch zwei Nachahmer handelt. Die Heckenschützen von Washington, der damals erst 17-jährige John Lee Malvo und der 42-jährige John Allen Muhammad, befinden sich in US-Gewahrsam. Ihnen werden insgesamt 13 Morde angelastet.

Wie die Opfer der beiden „Sniper“-Komplizen vom vergangenen Jahr wurden auch die drei Menschen in West Virginia - zwei Männer im Alter von 44 und 26 Jahren sowie eine 26-jährige Frau - anscheinend willkürlich ausgesucht. Das heißt, es gab keine Verbindung zwischen ihnen. Alle drei wurden außerdem nachts vor Supermärkten und jeweils mit einem einzigen gezielten Schuss in Kopf oder Nacken getötet. Genauso waren die Heckenschützen von Washington vorgegangen: Auch sie hatten ihre Opfer stets bei Alltagsgeschäften wie beim Einkaufen oder Rasenmähen durch einen einzelnen Schuss niedergestreckt.

Im Zusammenhang mit den neuen Attentaten fahndet die Polizei in West Virginia auch nach einem dunklen Kleinlaster, der an einem der Tatorte gesehen worden ist. Im Fall der „Sniper“ von Washington hatten sich ähnliche Hinweise auf ein bestimmtes Fahrzeug aber als völlig falsch herausgestellt: So war die ganze Zeit über nach einem weißen Kleintransporter gesucht worden, während die Täter bei ihren Attentaten einen blauen 1990er Chevrolet Caprice benutzt hatten.

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