Mehrere Tornados
Millionenschäden nach Unwetter

Schwere Unwetter mit starken Regenfällen und Sturmböen sind am Wochenende über große Teile Deutschlands hinweggezogen. Am Sonntagabend richtete eine Windhose am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet Sachschaden in Millionenhöhe an.

HB HAMBURG. In Sachsen-Anhalt, Hessen und Niedersachsen wurden Keller und Straßen überflutet. Bereits am Vortag hatten schwere Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Teilen Baden-Württembergs gewütet und starke Störungen im Bahnverkehr verursacht. Auch in den nächsten Tagen soll es in Deutschland schwül-warm werden, weitere Gewitter drohen.

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia war am Sonntag gegen 21 Uhr ein Gewitter am Niederrhein nordostwärts gezogen, in dem sich ein oder sogar mehrere Tornados bildeten. Betroffen waren nach Angaben von Polizei und Feuerwehr vor allem Viersen, Duisburg, Oberhausen und Essen. Mindestens sechs Menschen erlitten leichte Verletzungen. Über anderen Städten Nordrhein-Westfalens, darunter Mönchengladbach, Krefeld und Münster, gingen schwere Gewitter nieder. Hier registrierten die Einsatzkräfte aber kaum ernsthafte Schäden.

In den von der Windhose betroffenen Städten wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt. Viele Autos wurden durch umherfliegende Trümmer und Äste in Mitleidenschaft gezogen. Auch Oberleitungen der Bahn wurden beschädigt. Durch den starken Regen liefen etliche Keller voll, viele Straßen wurden überflutet. Im Dusiburger Parallelhafen wurde nach Angaben der Polizei ein Greifbagger vom Kai geweht und stürzte auf ein Motorschiff. Ein Reiterhof in Vorst bei Viersen wurde durch den Tornado komplett verwüstet. „Da ist das komplette Dach fliegen gegangen. Ein Pferdeanhänger ist 400 Meter weit geflogen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Im südlichen und östlichen Niedersachsen, in Teilen Sachsen- Anhalts und ums hessische Fulda herum sorgten die Unwetter für überschwemmte Fahrbahnen und Keller. Auch hier stürzten zahlreiche Bäume um. Einige Straßen wurden vorübergehend gesperrt. In Löbnitz an der Linde (Landkreis Köthen/Sachsen-Anhalt) brannte der Dachstuhl eines Hauses nach einem Blitzeinschlag aus.

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