Mehrere Tote
Geiselnahme auf Öl-Förderschiff gewaltsam beendet

Nigerianische Sicherheitskräfte haben die jüngste Geiselnahme mehrerer ausländischer Öl-Experten durch Rebellen vor der Küste Nigerias gewaltsam beendet.

HB ABUJA/ROM. Wie das staatliche italienische Fernsehen am Mittwochabend berichtete, wurde bei der Aktion am Mittwochabend eine der Geiseln getötet. Bei dem Angriff auf ein Schiff der Rebellen seien zudem zwei Geiselnehmer und ein Soldat ums Leben gekommen. Die Rebellen hatten einen Tag zuvor bei einem Überfall auf eine italienisches Öl-Förderschiff vor der nigerianischen Küste zahlreiche Geiseln genommen. Zunächst ließen sie mehrere Entführte frei, behielten aber sieben Ausländer in ihrer Gewalt.

Bei der getöteten Geiseln handele es sich um einen britischen Angestellten des italienischen Energiekonzerns ENI. Ein weiterer italienischer Ölfachmann sei bei der Befreiungsaktion verletzt worden, teilten ENI und das italienische Außenministerim weiter mit. Bei den weiteren Geiseln habe es sich um zwei Finnen, einen Polen, einen Rumänen und einen Philippiner gehandelt.

In den vergangenen Monaten gab es mehrfach ähnliche Angriffe, bei denen Rebellen teilweise Dutzende Menschen über Wochen in ihrer Gewalt hielten und nach „Einigungen“ mit Ölförder-Firmen freiließen. Das überfallene Förderschiff mit über 80 Mann Besatzung gehöre dem italienischen Tochterunternehmen Saipem, hieß es in Rom. Es habe vor Port Harcourt gelegen. Die vermutlich etwa zehn Guerillakämpfer hätten sich mit mehreren kleinen Booten genähert und das Schiff in ihre Gewalt gebracht. Danach seien die Geiseln auf ein anderes Schiff der Rebellen gebracht worden.

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