Mehrere Tote und viele Verletzte
Heftige Explosion in texanischer Raffinerie

Mehrere Menschen sind am Mittwoch bei einer gewaltigen Explosion in einer Raffinerie in Texas ums Leben gekommen. Der Direktor der Anlage sprach von 14 Todesopfern.

HB WASHINGTON/BOCHUM. 74 Mitarbeiter seien verletzt worden, teilte die Deutsche BP AG in Bochum am Donnerstag mit. Don Parus, Direktor der BP-Anlage in Texas City am Golf von Mexiko rund 60 Kilometer südlich von Houston sagte, die Unglücksursache sei noch unklar. Das Unternehmen betonte aber, es gebe keine Anzeichen für einen Terroranschlag.

„Wir konzentrieren uns jetzt auf die Sicherheit der Mitarbeiter,“ fügte Parus hinzu. Notfallteams seien zur Klärung der Unglücksursache an drei Standorten der Raffinerie im Einsatz. Zudem sei für die ökologische Überwachung gesorgt. Derzeit werde geprüft, inwieweit die Umgebung von der Explosion betroffen sei, sagte Parus nach Angaben der Deutschen BP.

Die Explosion ereignete sich am Mittwochnachmittag (Ortszeit) und war im Umkreis von 30 Kilometern zu hören, berichteten Anwohner. Im nahe gelegenen Galveston wackelten die Wände. In der Umgebung der Anlage gingen Fensterscheiben zu Bruch. Eine Kilometerhohe Rauchwolke stand über der Raffinerie. Die Feuerwehr brachte die Flammen rasch unter Kontrolle. Retter schlossen nicht aus, dass unter dem Schutt eines eingestürzten Gebäudes weitere Opfer gefunden werden.

Die Behörden wiesen die Einwohner in der Umgebung der Anlage wegen möglicher weiterer Explosionen oder des Austritts schädlicher Gase an, in ihren Häusern zu bleiben. Die Anordnung wurde am späten Nachmittag aufgehoben.

Die 1934 erbaute Raffinerie ist die drittgrößte in den USA. Auf den Gelände arbeiten fast 2 000 Menschen. Jeden Tag werden dort 460 000 Barrel Rohöl verarbeitet.

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