MEIN STIL: 10 FRAGEN AN PROMINENTE
Udo Walz: Keine Denkmäler auf dem Kopf

Handelsblatt: Wie würden Sie Ihren persönlichen Stil beschreiben?
Udo Walz: Sehr international und durch viele Reisen europäisch. Außerdem glaube ich, Udo Walz ist ein sehr disziplinierter Mensch.

Welchen Frisurstil bevorzugen Sie?
Ich liebe klassische Frisuren, minimalistisch, nicht so aufgezäumt und gedrechselt. Am Abend finde ich Frauen mit hoch gesteckten Haaren sehr schön, aber ansonsten gilt: Je weniger Frisur, desto erotischer.

Wie würden Sie selbst ein Haar-Styling à la Udo Walz charakterisieren?
Nichts Gedrechseltes, nichts Gestyltes. Vieles liegt im Weglassen. Da ich früher mit Chanel zusammengearbeitet habe, hat mich Chanel auch ein bisschen geformt, das heißt eben klassisch. Berühmte Frauen haben alle ganz klassische Frisuren, da gibt es keine Denkmäler auf dem Kopf.

Welchen Stil bevorzugen Sie bei Frauen?
Ich liebe die androgyne Frau, zum Beispiel Business-Frauen. Ich liebe Frauen, die am Tage Hosenanzüge anhaben und abends spektakuläre Dekolletés zeigen, wenn sie ausgehen. Außerdem liebe ich kluge, intelligente und witzige Frauen. Ich beurteile Frauen immer nach ihren Bewegungen. Ich finde es ganz spannend, wenn eine Frau schöne Bewegungen hat. Dann sagen wir immer: Die hat eine wunderbare Allüre.

Was bedeutet Schönheit für Sie?
Schönheit ist bei allen Menschen relativ. Das ist immer Geschmackssache. Das hat mit Ästhetik zu tun.

Was empfinden Sie als stillos?
Stillos ist, was overdone ist, also wenn Frauen zu viel Schmuck tragen, wenn im Lifestyle alles zu üppig gemacht wird, zu bunt, zu schrill. Wenn Frauen zu viel Make-up und zu viel Versace in der Wohnung haben.

Gibt es aktuelle Frisurtrends, die für Sie stillos sind?
Nein, Frisurtrend machen die Modemacher. Sie malen die Kleider und die passende Frisur dazu. Er spricht zuvor mit dem Friseur, aber gemacht wird das, was der Modemacher will. Das ärgert viele Friseure.

Was darf auf keinen Fall fehlen, wenn Sie auf Reisen gehen?
Wenn ich die Koffer auspacke, wird als Erstes ein Bilderrahmen auf dem Nachttisch aufgestellt mit Freunden oder Leuten, die ich sehr liebe. Außerdem kommt mein alter Bademantel mit, weil die im Hotel immer zu klein sind. Weil ich sehr eitel bin, muss auch meine ganze private Kosmetik mit.

Auf welches Markenprodukt möchten Sie nicht mehr verzichten?
Da ich wenig Schlaf habe und viel unterwegs bin, liebe ich die Nachtcreme „Night Secret“ von Guerlain. Die macht frisch, wenn man übernächtigt aussieht.

Sammeln Sie etwas?
Alles, was kommt. Auf Reisen bin ich viel auf Flohmärkten. Vor allem sammle ich Pferde und Elefanten. Elefanten sind Glücksbringer. Früher hatte ich eine Entensammlung mit 2 000 Enten aus allen möglichen Materialien: Holz, Stein, Marmor, alles. Inzwischen habe ich 60 Pferde in allen Größen, auch kitschige und teure Dinger.

Die Fragen stellte Ulrich Hottelet.

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